Zukauf im Storage-Bereich: HPE übernimmt Nimble für eine Milliarde Dollar

Mit der Übernahme des Flash-Spezialisten Nimble Storage will HPE seinen Highend-Systemen der 3Par-Reihe neue Lösungen für kleine und mittelständische Kunden zur Seite stellen. Die Analytics-Plattform von Nimble soll auf das gesamte Portfolio ausgedehnt werden.

HPE-Zentrale in Palo Alto, Kalifornien
(Foto: HPE)

Hewlett Packard Enterprise hat angekündigt, den Flash-Spezialisten Nimble Storage übernehmen zu wollen. HPE bietet 12,50 Dollar pro Aktie – insgesamt rund eine Milliarde Dollar. Dazu kommen noch etwa 200 Millionen Dollar für Anteile, die derzeit von den Nimble-Mitarbeitern gehalten und noch nicht öffentlich gehandelt werden.

Mit der Übernahme verstärkt sich HPE im Flash-Bereich, der derzeit einer der wenigen Lichtblicke im Storage-Markt ist, wo die Umsätze wegen sinkender Gigabyte-Preise unter Druck geraten. Zudem kann HPE sein Portfolio, das mit den 3Par-Systemen vor allem im Highend-Bereich angesiedelt ist, nach unten abrunden und kleine und mittelständische Kunden besser ansprechen.

Die »Infosight Predictive Analytics«-Plattform von Nimble soll, so die Pläne von HPE, künftig im gesamten Storage-Portfolio zum Einsatz kommen. Sie wertet nicht nur Systemdaten aus, um mögliche Hardware-Fehler vorab zu erkennen, sondern soll auch Fehlkonfigurationen und Software-Probleme aufspüren. In der Regel erkenne man neun von zehn Support-Fällen vor dem Kunden, hatte Klaus Kupfer, Senior Systems Engineer bei Nimble, im vorigen Jahr im Gespräch mit CRN erklärt. Dadurch werden für die Kunden die Ausfallzeiten minimiert, für den Hersteller und seine Partner sinkt der Support-Aufwand.

»Nimbles Portfolio ergänzt und stärkt unsere bestehenden 3Par-Produkte im stark wachsenden Flash-Markt und wird uns helfen, hybride IT für unsere Kunden zu vereinfachen«, sagte HPE-Chefin Meg Whitman. Die Übernahme zeige, dass man sich bei HPE auf wachstums- und margenstarke Bereiche konzentriere.

Nimble wurde 2007 gegründet und hat rund 1.300 Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz um 25 Prozent auf 402 Millionen Dollar gesteigert. Eigenen Angaben zufolge hat es gut 7.500 Kunden, darunter auch Siemens.