Nach nur zwei Jahren: Ingram Micro schließt 3D-Druck-Unit

2015 gründete Ingram auf Europa-Ebene eine neue Geschäftseinheit für 3D-Druck. Jetzt wird diese mit sofortiger Wirkung geschlossen.

(Foto: CRN)

Nur zwei Jahre, nachdem Ingram Micro seine Business-Unit für 3D-Druck gegründet hat, wird diese mit sofortiger Wirkung geschlossen. Wie der Broadliner gegenüber CRN bestätigte, wurden die Geschäftspartner bereits in einem diesbezüglichen Schreiben über den Schritt informiert. Darin spricht Mark Chlebek, Executive Director Pan EMEA Division bei Ingram von einer vorangegangenen Evaluation des 3D-Marktes und der eigenen Position in diesem Marktsegment, die zu der Entscheidung geführt habe. Offenbar ist der vor zwei Jahren erhoffte Erfolg mit 3D-Druck bislang ausgeblieben. Stattdessen wolle man sich wieder auf Bereiche konzentrieren, in denen dem Unternehmen »eine führende Marktposition« zukomme.

Einen Wiedereinstieg schließt Chlebek allerdings nicht aus, stattdessen werde man den Markt weiter intensiv beobachten.Die in der 3D-Unit beschäftigten Mitarbeiter sollen derweil andere Positionen beim Distributor angeboten bekommen. Bislang war Rudolf Ehrmanntraut als Senior Manager Business Management 3D Technology Solutions Pan Europe für den Geschäftsbereich verantwortlich gewesen. Noch im August hatte der Manager die gute Entwicklung der Business-Unit gegenüber CRN betont und dafür neben einem umfangreichen Portfolio auch die vertrauensvolle Bindung zu den Kunden dafür verantwortlich gemacht.