Ultrabooks und Tablets im Weihnachtsgeschäft:
Zusatzgeschäfte mit Tablets

von Dr. Michaela Wurm (mwurm@weka-fachmedien.de)

31.10.2012

Tablets und Ultrabooks bieten Händlern und Systemhäusern viele Möglichkeiten, zusätzliches Geschäft zu generieren. Rainer Büter, Leiter BU Mobilfunk Dienste und Festnetz bei dem TK-Distributor ENO erklärt im Interview mit CRN, was bei der Vermarktung zu beachten ist.

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CRN: Ultrabooks und Tablets sind auch 2012 wieder Trendprodukte im Weihnachtsgeschäft. Wie stark werden die Produkte von ihren Händlern nachgefragt?

Büter: Nachgefragt werden sie aktuell noch stärker vom im IT-lastigen Fachhandel. Das Thema Ultrabooks und Tablets ist im TK-Fachhandel am Start. Allerdings zeichnet sich hier eine Steigerung ab. Sicherlich hat das damit zu tun, dass die Produktvielfalt und Preispolitik der Hersteller aktuell recht sehr undurchsichtig sind. Wir spüren aber deutlich, dass die Nachfrage steigt.

CRN: Welches Potenzial haben diese Produktgruppen für den Handel? Rechnen Sie mit einer steigenden Nachfrage im kommenden Weihnachtsgeschäft?

Büter: Ja, das Thema ist ein absolutes Thema zum Weihnachtsgeschäft und wird sich in Form von Nachfragepeeks ausprägen. Wir werden hier flankierend mit speziellen Angeboten das Thema »Pad zu Weihnachten« begleiten.

CRN: Können Händler damit über den reinen Hardwareverkauf hinaus Zusatzgeschäfte generieren?

Büter: Wir setzen hier auf Bundles in Verbindung mit Datenverträgen, die es dem Fachhändler ermöglichen dem Endkunden subventionierte Preispunkte anzubieten. Auch Zubehör gewinnt speziell im Bereich Tablet und unter dem Motto Livestyle an Bedeutung. Das Lösungsgeschäft findet im Bereich Geschäftskunden statt, wo die Anwendung und die Bedienerfreundlichkeit in Kombination mit den passenden Tarifen im Vordergrund stehen.

CRN: Sollten sich die Reseller auf Geräte mit einem einheitlichen Betriebssystem konzentrieren, beispielsweise nur Windows-Tablets oder lieber eine größere Bandbreite und Auswahl anbieten?

Büter: Man sollte sich auf den Mainstream einschießen und Adroid, IOS und Windows anbieten. Im Geschäftskundenbereich empfiehlt es sich, sich auf ein Betriebssystem zu fokussieren und dafür jeweils mehrere konkrete Anwendungen parat zu haben, die sich als Lösung anbieten. Durch geschickte Kombinationen kann der Händler hier punkten, indem er seinen Geschäftskunden Preisersparnis mit den passenden Bundles bietet.

CRN: Worauf sollten die Händler bei der Vermarktung von Ultrabooks und Tablets achten?

Büter: Sie sollten sich nicht in der großen Vielfalt verzetteln und die Produkte, die sie anbieten gut kennen und sowohl A-Brands als auch Discountmarken führen. Im Beratungsgespräch erkennt der Händler schnell den Wunsch des Kunden. Wichtige ist es auch, dem Kunden Demogeräte zur Verfügung zu stellen, da Look and Feel eine große Rolle spielen.


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