Cisco-Studie:
Wie BYOD den Unternehmensalltag verändert
42 Prozent aller Arbeitnehmer verwenden mittlerweile ihre privaten Endgeräte am Arbeitsplatz. Damit gehört Bring Your Own Device (BYOD) längst zum Alltag in vielen Firmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Cisco, die den Trend untersucht hat..
In vielen Unternehmen verwenden die Mitarbeiter heute auch ihre privaten Geräte (japolia - Fotolia.com).
Demnach hat BYOD umfassende Auswirkungen darauf, wie Unternehmen ihre Netzwerke und ihre mobilen Geräte verwalten. Zudem wird der Begriff »im Büro zu sein« für Mitarbeiter neu definiert. Immerhin 89 Prozent aller IT-Abteilungen ermöglichen BYOD in irgendeiner Form, 69 Prozent aller IT-Entscheider empfinden BYOD als positiv.
BYOD ist längst zum globalen Phänomen geworden, denn Arbeitnehmer nutzen überall auf der Welt ihre eigenen Geräte am Arbeitsplatz. Unternehmen profitieren dabei von einer erhöhten Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit sowie geringeren Kosten. Arbeitnehmer wählen ihre Geräte und Anwendungen selbst aus und verknüpfen ihr privates mit ihrem beruflichen Leben.
Laut den Umfrageergebnissen wird die Anzahl der mobilen Geräte je Arbeitnehmer bis zum Jahr 2014 weiter ansteigen. Hat in diesem Jahr im Durchschnitt in Deutschland jeder Arbeitnehmer 1,8 verbundene Geräte, werden es in 2014 durchschnittlich schon 2,2 sein. Somit steigen auch die Investitionen in diesem Bereich: Beträgt der Anteil für Mobility-Ausgaben im Jahr 2012 in Deutschland noch 15 Prozent, sind es in 2014 bereits 17 Prozent. Weltweit gesehen ist der Anstieg sogar noch größer, von 18 Prozent im Jahr 2012 auf 23 Prozent in 2014.
Sicherheitsbedenken noch immer groß
Die größten Bedenken haben die Befragten, ob sich im Bereich BYOD die Sicherheitsanforderungen erfüllen lassen. Am größten sind diese Bedenken in Russland (38 Prozent), China (36 Prozent) und Frankreich (33 Prozent). In Deutschland haben immerhin 25 Prozent aller befragten IT-Entscheider Sicherheitsbedenken.
Unternehmen müssen auf die Sicherheitsbedenken mit verbesserten Richtlinien für mobile Geräte und Strategien zur Kostensenkung reagieren, raten die Autoren der Studie. Gerade in diesem Bereich gibt es für großee wie für mittelständische Unternehmen noch einiges zu tun. So haben der Studie zufolge nur 50 Prozent der großen Firmen und 41 Prozent der Mittelständler Richtlinien für einen Netzwerkzugriff der Arbeitnehmer mit ihren mobilen Geräten in ihrem Unternehmen verankert. Und in weniger als der Hälfte (47 Prozent) aller Firmen gibt es Vorschriften für die Übertragung von Unternehmensdaten.
Für die Studie wurden rund 4.900 IT-Entscheider aus unterschiedlichen Branchen in den Ländern Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Mexiko, Russland, Großbritannien und den USA befragt.
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