Schwache PC-Verkäufe, hohe Abschreibungen:
HP mit Rekordverlust

von Dr. Michaela Wurm (mwurm@weka-fachmedien.de)

23.08.2012

Rückläufige Umsätze und eine Mega-Abschreibung haben Hewlett-Packard im dritten Quartal 2012 einen Rekordverlust beschert. Wie Konkurrent Dell leidet der derzeit noch größte PC-Hersteller der Welt unter der schwachen Nachfrage nach Desktops und Notebooks. Auch das Jahresergebnis 2012 wird rot ausfallen.

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Die Kaufzurückhaltung trifft die führenden Computerkonzerne hat. Nach Dell hat nun auch der derzeit weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard deutlich weniger PCs verkauft als im Vorjahr. Weil zu dem Umsatzrückgang auch noch hohe Abschreibungen auf teure Akquisitionen und Kosten für den Konzernumbau dazukamen, musste HP in seinem dritten Finanzquartal, das Ende Juli endete, einen Rekordverlust von 8,9 Milliarden Dollar ausweisen. Der Umsatz lag mit 29,7 Milliarden Dollar fünf Prozent unter dem Vorjahres (31,2 Milliarden Dollar). HP verkaufte sechs Prozent weniger Desktop-PCs, 12 Prozent weniger Notebooks und 23 Prozent weniger Drucker.

Die Kaufzurückhaltung machte sich besonders stark im Endkundensegment bemerkbar. Aber auch im Unternehmenskundengeschäft verbuchte HP rückläufige Geschäfte mit PCs, Servern und Storage sowie mit Dienstleistungen. Lediglich die Software-Sparte konnte ein Wachstum von 18 Prozent vorweisen.

Auch für das Gesamtjahr erwartet Konzernchefin Meg Whitman jetzt einen Verlust, der aber deutlich niedriger ausfallen soll als der aktuelle Quartalsverlust.

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