Turbulentes Jahr fordert Tribut:
8 Milliarden US-Dollar Abschreibungen bei HP

von Karl-Peter Lenhard (kplenhard@weka-fachmedien.de)

09.08.2012

HP muss satte 8 Milliarden US-Dollar abschreiben. Nötig macht das die Kursentwicklung der Unternehmensaktie, die Marktbedingungen und die geschäftliche Entwicklung bei IT-Services.

Meg Whitman hat bei HP kein leichtes Erbe angetreten. © Hersteller

Insgesamt 8 Milliarden wird Hewlett-Packard auf den IT-Serviceanbieter Electronic Data Systems (EDS) abschreiben. Die Kursentwicklung der Unternehmensaktie, die Marktbedingungen und die geschäftliche Entwicklung bei IT-Services zwingen den Konzern zu diesem Schritt, erklärte HP. 2008 hatte das Unternehmen EDS für 13,25 Milliarden US-Dollar übernommen und in die Sparte Enterprise Services eingegliedert.

Außerdem wird die angekündigte Restrukturierung über 50 Prozent mehr kosten als erwartet. So erklärte Konzernchefin Meg Whitman am 23. Mai 2012, dass HP weltweit acht Prozent der Arbeitsplätze abbauen wird [1], was 27.000 Menschen den Job kosten wird. Bisher waren allerdings nur eine Milliarde für Abfindungen eingeplant, was den Konzern nun 1,5 bis 1,7 Milliarden US-Dollar kosten werde.

Im Zuge der finanziellen Korrektur, dreht sich auch das Personalrad. So verlässt John Visentin, Chef der Sparte Enterprise Services, das Unternehmen. Nachfolger wird Mike Nefkens, Enterprise Services EMEA. Jean-Jacques Charhon bekommt den Posten des Chief Operating Officer in dem Bereich.

[1] http://www.crn.de/hardware/artikel-95491.html

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