Ärger um Surface:
Acer-Chef kritisiert Microsofts Tablet-Pläne

von Karl-Peter Lenhard (kplenhard@weka-fachmedien.de), David Mellein

08.08.2012

PC- Hersteller Acer attackiert Microsoft scharf. Das neue Tablet „Surface“ habe eine starke negative Auswirkung auf das Ökosystem der IT Branche, so Acer Chef J.T. Wang.

Microsofts Surface soll eine negative Auswirkung auf das IT-Ökosystem haben. © Microsoft

Der taiwanesische Computerhersteller Acer versucht Microsoft von deren Tablet-Plänen abzubringen. Acer Chef J.T. Wang kritisierte das neue Microsoft Tablet gegenüber der Financial Times stark: »Wir haben ihnen gesagt, überlegt euch das noch einmal. Überlegt gründlich. Das hat eine starke negative Wirkung auf das Ökosystem und andere Hersteller könnten verärgert reagieren. Das ist nichts, worin ihr gut seid, überlegt es darum besser noch mal.« Grund für die unverblümte Kritik sei der Mangel an Erfahrung des Konzerns auf dem Tablet-Markt und die daraus resultierenden Risiken. Wirklich überraschend ist diese Kritik aus Sicht des Software-Konzerns allerdings nicht. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht erklärte Microsoft, dass die Surface-Pläne negative Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit anderen Partnern haben könnten. Darin hieß es: »Unsere Surface-Geräte werden mit Produkten von unseren OEM-Partnern konkurrieren, was deren Engagement für unsere Plattform beeinträchtigen könnte.«

Das neue Microsoft Tablet soll parallel zum Marktstart des neuen Betriebssystems am 26. Oktober 2012 im Handel erhältlich sein. Es verfügt unter anderen über einen 10,6 Zoll- Display mit HD- Auflösung und 32 bzw. 64 GB Speicherplatz. 3 Monate nach Verkauf des Surface soll das Surface Pro erscheinen, eine verbesserte und teuere Version des Tablets.

Ob sich Acers Befürchtungen tatsächlich bewahrheiten werden, bleibt abzuwarten. Microsoft bleibt hingegen zuversichtlich. Erst kürzlich lies MS-Chef Steve Ballmer verkünden, dass der Konzern im Konkurrenzkampf mit Apple »nichts mehr unversucht lassen« werde.

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