Europäische Gesellschaften nicht betroffen:
Schafft Kodak den Turnaround?
Der Insolvenzantrag von Kodak lässt die Mitarbeiter der deutschen Standorte um ihre Arbeitsplätze bangen. Zunächst sind die Gesellschaften hierzulande allerdings nicht von der Insolvenz betroffen. Ob der Kamerahersteller den Turnaround schafft, hängt weiterhin vom Verkauf der Patente ab.
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»Kodak macht einen wichtigen Schritt, um die Transformation des Konzern abzuschließen«, äußert sich Antonio M. Perez optimistisch.
Die Meldung, dass Eastman Kodak den Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat, löst Beunruhigung bei den Mitarbeitern der deutschen Standorte des amerikanischen Unternehmens aus. Zunächst sind die Gesellschaften hierzulande nicht von dem Insolvenzantrag betroffen. Wie das Unternehmen erklärt, werden die Nicht-USA-Gesellschaften ihre Geschäftstätigkeit wie üblich weiterführen. »Das europäische Business wird von dem Insolvenzantrag unseres Mutterkonzerns nicht berührt«, erläutert Philip Cullimore, Managing Director Europe. »In Europa gehen wir stark in Richtung B-to-B-Imaging-Applikationen und legen den Schwerpunkt stärker auf das Druckergeschäft. Diese Geschäftfelder wachsen in Europa stark.«
Dennoch bangen die Mitarbeiter um ihre Jobs, wie der Betriebsratschef Wolfgang Eisele gegenüber dpa sagte.
Für Konzernchef Antonio Perez soll der Antrag auf Gläubigerschutz auch in Amerika nicht das Ende des »gelben Riesen«, wie der Fotopionier früher genannt wurde, bedeuten.
Geplant ist eine Restrukturierung des ehemaligen Fotospezialisten. Die Großbank Citigroup stellt dem strauchelnden Riesen fast eine Milliarde Dollar zur Verfügung, damit das Unternehmen den Turnaround schaffen kann. Der Verkauf von Patenten, die nicht mehr in die strategische Ausrichtung von Eastman Kodak passen, sollen verkauft werden und damit die Liquiditätssituation des Unternehmens wieder verbessern. Das ist auch notwendig, denn der Vermögenswert von 5,1 Milliarden Dollar liegt inzwischen deutlich unter den 6,8 Milliarden Dollar Schulden des Konzerns.
Turnaround bis 2013
Eine höhere Liquidität alleine kann jedoch nicht die Rettung bringen. Nachdem der ehemals erfolgreiche Fotospezialist den Übergang ins digitale Zeitalter verschlafen hat, geht es nun nicht mehr ohne einen vollständigen Turnaround. Laut Kodak fokussiert sich der Hersteller künftig auf die gewinnbringenden Geschäftsfelder. »Kodak macht einen wichtigen Schritt, um die Transformation des Konzern abzuschließen«, äußert sich Antonio M. Perez optimistisch.
»Währen wir das digitale Geschäft aufgebaut haben, haben wir uns von effektiv von bestimmten traditionellen Geschäftstätigkeiten getrennt – 13 Fabriken und 130 Entwicklungslabore geschlossen und unsere Belegschaft seit 2003 um 47.000 Mitarbeiter reduziert«, so Perez weiter. »Nun müssen wir die Transformation abschließen, indem wir die Kostenstruktur verbessern und nicht-strategische Patente veräußern.«
Die Umwandlung in ein profitables soll bis 2013 abgeschlossen sein.
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