Kompetenzen nach Umbau des Vertriebs verloren:
Dorit Bode verlässt Hewlett-Packard
Die frühere Channel-Chefin von HP, Dorit Bode, verlässt das Unternehmen. Nach dem Umbau der Vertriebsstrukturen bei HP war die Managerin seit Beginn des laufenden Fiskaljahres nur noch für das Fachhandelsgeschäft der PC-Sparte PSG verantwortlich. Ihre Aufgaben übernimmt kommissarisch PSG-Chef Martin Kinne.
Dorit Bode verlässt Hewlett-Packard mit sofortiger Wirkung und »auf eigenen Wunsch«. Darüber hat Martin Kinne, Chef der Personal Systems Group (PSG) von HP, die Mitarbeiter am Montag in einem internen Schreiben informiert, das Computer Reseller News vorliegt. Bode war seit Anfang des Geschäftsjahres, das am 1. November 2009 begann, als Channel Sales Director für den indirekten Vertrieb der PC-Sparte PSG in Deutschland verantwortlich. Durch den Umbau der Vertriebsstrukturen bei HP hatte die Managerin im vergangenen Jahr einen Teil ihrer bisherigen Kompetenzen verloren.
Bis Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres war sie Direktorin der Solution Partners Organisation (SPO) und leitete damit nahezu das gesamte Fachhandelsgeschäft des IT-Konzerns in Deutschland. Als SPO-Chefin zeichnete Bode für den indirekten Vertrieb der PSG, der Technology Solutions Group (TSG), die inzwischen Enterprise Business heißt, und der Imaging & Printing Group (IPG) verantwortlich. Seit dem Sommer des vergangenen Jahres bauten PSG, IPG und Teile der TSG jeweils eigene Channel-Organisationen auf. Die übergreifende SPO wurde damit ebenso überflüssig wie die Funktion von Bode als Chefin der Organisation.
Mit der Leitung des PSG-Channels war die Vertriebsfrau seither nur noch für einen Teil ihres bisherigen Verantwortungsbereichs zuständig. Ob ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen mit dem Verlust der Kompetenzen zu tun hat, bleibt allerdings offen. Sie gehe, »um sich neuen Herausforderungen zu stellen«, teilt PSG-Chef Kinne lediglich mit. »Wohin sie ihre Wege führen werden, kann sie uns noch nicht verraten.« Ihre Aufgaben im PSG-Channel wird Kinne bis auf Weiteres kommissarisch wahrnehmen.
»Eine der wichtigsten Channel-Frauen in Deutschland«
In seinem Schreiben würdigt PSG-Chef Martin Kinne vor allem die Verdienste Bodes: HP verliere »eine erfahrene, zielstrebige und engagierte Managerin, die in schwierigen Zeiten entscheidend zum Erfolg der deutschen Partnerorganisation beigetragen hat«. Dank der organisatorischen und programmatischen Fokussierung auf das SMB-Segment habe der Konzern hierzulande Marktanteile gewonnen.
Zugleich stehe der Name Dorit Bode für Kontinuität in den Partnerbeziehungen. In dem Zusammenhang verweist Kinne auf die CRN: »Nicht zuletzt deswegen wurde sie in den vergangenen beiden Jahren vom Fachhandelsmagazin Computer Reseller News zu den wichtigsten Channel-Frauen gezählt.«
Die Position der SPO-Chefin hatte Bode am 1. April 2008 übernommen. Damals trat sie die Nachfolge von Jochen Erlach an, der HP-intern auf eine Position im internationalen Vertrieb wechselte. Bode kam 2002 zu HP durch die Akquisition von Compaq, wo sie zuletzt Vertriebsbereichsleiterin für die Distribution war. Zuvor arbeitete sie unter anderem bei Digital Equipment im Endkundenvertrieb.
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