Privatkunden-Markt in der Krise:
Der deutsche Consumer-Markt bricht ein
Der Markt für Consumer-IT bricht ein: Die aktuellen GfK-Zahlen zum wöchentlichen Abverkauf liegen auf einem niedrigen Niveau. Hersteller klagen über „die schlimmsten Wochen seit Jahren“. Lesen Sie, wie die Geschäftsführer der IT-Hersteller die Situation einschätzen.
Keine Beiträge im Forum. » Diskussion starten!
Toshiba-Chef Thomaere: Kaufzurückhaltung des Endkunden
Der Consumer-Markt lief im Krisenjahr 2009 wesentlicher besser als der Geschäftskunden-Markt. An IT-Hersteller mit Fokus auf Privatkunden ging die Krise spurlos vorbei, einige konnten sich sogar über steigende Absatzzahlen freuen. Doch in diesem Sommer ist der Consumrer-Markt eingebrochen. Laut dem Marktforschungs-Institut GfK liegen die wöchentlichen Abverkäufe nur noch auf einem „niedrigen Niveau“.
„Auch wir bekommen die Kaufzurückhaltung des Endkunden zu spüren. Der Abverkauf ist gebremst“, bestätigt Dirk Thomaere, General Manager von Toshiba Europe, gegenüber Computer Reseller News. Saisonale Schwankungen seien zwar nichts Ungewöhnliches, doch in dieser Qualität alarmierend. Der Grund läge nicht allein im viel zitierten Sommerloch, sondern in der generellen Entwicklung des Marktes.
Acer-Chef Stefan Engel sieht die Situation ähnlich: „In den letzten Wochen war im Consumer-Markt eine Abnahme der Abverkäufe zu beobachten, was auf die WM und die daran anschließende Schönwetterperiode mit zum Teil sehr heißen Temperaturen zurückzuführen ist.“ Bei Desktops sei ein etwas stärkerer Rückgang zu beobachten als in den anderen Produktsegmenten.
Netzwerk-Hersteller bestätigen Krise
Auch Netzwerk-Hersteller D-Link beobachtet die Schwäche im Consumer-Markt: „Die Kaufzurückhaltung ist im Wesentlichen durch zwei Faktoren bedingt: Einerseits kommt der wirtschaftliche Aufschwung bislang nicht bei den Privatkunden an. Andererseits sind diese mit Blick auf steigende Lebenshaltungskosten – etwa Krankenkassenbeiträge oder Energiekosten – verunsichert und stellen Ausgaben für Konsumgüter zurück“, betont D-Link-Chef Thomas von Baross gegenüber CRN.
Andere Hersteller sprechen hinter vorgehaltener Hand bereits von „den schlimmsten Woche, die es im IT-Consumer-Markt je gegeben hat.“ Der Umsatzrückgang im Low-End-Segment könne der stabile Premium- und Highend-Bereich nicht kompensieren, wie Toshiba-Manager Thomaere berichtet. So würden Warenlieferungen verschoben, wodurch auch der Verkauf zum Fachhandel nicht in der gewohnten Größenordnung laufen könne.
Im Business-Segment gibt es den Herstellern zufolge derzeit zwar keine nennenswerte Steigerung, aber dafür eine stabile Entwicklung.
- 1. Seite: Der deutsche Consumer-Markt bricht ein
- 2. Seite: Netzwerk-Hersteller bestätigen Krise
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
So holen sie mehr aus Windows raus
Im Auslieferungszustand fehlen Microsofts Windows-Betriebssystem einige besonders im Arbeitsalltag unumgängliche Funktionen. Doch mit ein paar Tricks und Kniffen lernt Windows Funktionen wie die Verarbeitung von pdf-Dokumenten im Handumdrehen nach.
Apple: Online-Verkaufsverbot für iPhone und iPad
Im Patentstreit zwischen Motorola und Apple hat das Landgericht Mannheim heute ein überraschend klares Urteil gegen Apple gefällt: Das Unternehmen muss einige Produkte wie iPads mit 3G-Funkmodul sowie die meisten iPhone-Modelle aus seinem Onlineshop entfernen.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
So wird Windows 7 unkaputtbar
Auch das beste Windows aller Zeiten (7) verschluckt sich ab und an einmal an zerstörten Dateien oder entwickelt eine gewisse Altersträgheit. Doch egal, was passiert - mit den richtigen Vorbereitungen ist das System innerhalb weniger Minuten wieder wie neu.
Bechtle schenkt jedem Mitarbeiter ein iPad
Das Jahr 2011 war für Bechtle erneut ein Rekordjahr: Der Umsatz stieg auf zwei Milliarden Euro. Mit einer einzigartigen Überraschung hat das Systemhaus seine Mitarbeiter an dem Erfolg teilhaben lassen: Jeder der über 5.000 Mitarbeiter bekam ein iPad geschenkt.
