Umsatz und Gewinn heben ab:
HP mit kräftigem Wachstum in allen Märkten

von Lars Bube (lars.bube@crn.de)

19.05.2010

Auch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres konnte HP wieder kräftig bei Umsatz und Gewinn wachsen und die Erwartungen der Börse übertreffen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Gewinn um fast ein Drittel gesteigert werden.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

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Das Wachstum hält an. (Grafik: HP)

Hewlett Packard [1] hat sich von der Krise verabschiedet und steuert momentan wieder zielsicher Richtung Zukunft. Ähnlich wie schon das erste Quartal des Geschäftsjahres wurde jetzt auch das zweite mit sehr solidem Wachstum abgeschlossen [2], das auch die Börsianer überraschte. Bei einem Umsatzwachstum von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf knapp 31 Milliarden US-Dollar konnte HP den Gewinn um satte 28 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar steigern.

»HP hatte ein außergewöhnlich gutes Quartal mit einer starken Performance in allen Regionen. Wir haben das beste Portfolio der ganzen Branche aufgebaut und das honorieren unsere Kunden. Wir setzen uns im Markt durch, investieren in die Zukunft und glauben an die enorme Chance, die vor uns liegt.« feierte Konzernchef Mark Hurd dieses Ergebnis. Auch für den Rest des Jahres rechne man mit knapp 10 Prozent Umsatzwachstum.

Selbst Regionen, deren sinkende Absätze HP zuletzt Kopfzerbrechen bereitet hatten, wie der für das Unternehmen wichtige EMEA-Raum oder auch Südamerika, zeigten sich mit zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz stark (11 Prozent). In Asien verzeichnete man mit 29 Prozent mehr Umsatz einen wahren Boom.

Server und Storage als Zugpferde

Vorwärtsgang in allen Sparten und Regionen. (Grafik: HP)

Besonders stark konnte die PC-Sparte Personal Systems Group zulegen, die jeweils gut 20 Prozent mehr Geräte absetzen und Umsatz erzielen konnte. Ihr Umsatz erreichte damit im zweiten Quartal des Geschäftsjahres die Marke von 10 Milliarden US-Dollar. Obwohl dabei die mobilen Geräte weiterhin einer der stärksten Wachstumstreiber waren (17 Prozent), schossen auch die Desktop-Verkaufszahlen wieder in die Höhe und bescherten HP ein Umsatzplus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Imaging and Printing Group (IPG) konnte immerhin noch um 8 Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar Umsatz zulegen. Dabei wuchsen die verkauften Stückzahlen bei Druckern um neun Prozent, hauptsächlich im Endkundensegment.

Ein erheblicher Teil des Wachstums wird auf jene Unternehmen zurückgeführt, die in der Krise aufgeschobene Investitionen aus den letzten Jahren jetzt reaktivieren und tätigen. Dafür sprechen auch die Wachstumsraten bei den Verkäufen und Umsätzen im Bereich der Unternehmens-IT: Der Umsatz mit Server- und Storage-Systemen legte insgesamt etwas über ein Drittel zu und erreichte rund 4,5 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz mit Industrie-Standard-Servern konnte um 54 Prozent gesteigert werden, der mit ESS Blade Servern um 45 Prozent. Sorgenkind waren die Geschäftskritischen Systeme mit 17 Prozent weniger Umsatz. Hier schickt sich HP mit neuen Infrastrukturen und Systemen an, wieder aufholen (z.B. Superdome 2).

Nur wenig hinzugewonnen wurde hingegen bei den Dienstleistungen (8,7 Milliarden Dollar) mit knapp 2 Prozent mehr Umsatz. Einen leichten Rückgang um ein Prozent des Umsatzes vermeldete man bei der Software. Der Umsatz von ProCurve wurde um 31 Prozent gesteigert, der gesamte Bereich HP Networking wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent (eingerechnet der Übernahme von 3Com).

[1] http://www8.hp.com/de/de/home.html
[2] http://h30261.www3.hp.com/phoenix.zhtml?c=71087&p=irol-newsArticle&ID=1428528&highlight=

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