Starker Aufschwung nach der Krise:
PC-Markt legt wieder zweistellig zu

von Dr. Michaela Wurm (michaela.wurm@crn.de)

22.04.2010

Im ersten Quartal 2010 legte der PC-Absatz in allen Regionen zweistellig zu und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Befeuert wurde der überraschend hohe Zuwachs durch einen kräftigen Aufschwung des PC-Marktes in Europa.

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84,3 Millionen PCs wurden im ersten Quartal 2010 weltweit verkauft. Das entspricht dem IT-Marktforschungsinstitut Gartner zufolge einem Wachstum von 27,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2009. Die Gartner-Analysten hatten nur ein Wachstum von 22 Prozent erwartet.

»Das stärker als erwartete Wachstum wurde durch einen kräftigen Aufschwung im PC-Markt in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) hervorgerufen. Während des ersten Quartals 2010 wuchs dieser um 24,8 Prozent«, erklärt Gartner-Analystin Mikako Kitagawa.

Allerdings gilt zu berücksichtigen, dass dieses Wachstum von einer nidrigen Ausgangsbasis berechnet wurde. Denn im vergleichbaren Vorjahresquartal 2009 war der Markt so stark eingebrochen wie zuletzt im Jahr 2001. Auch alle anderen Regionen hätten zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, sogar der im vergangenen Jahr schwächelnde US-Markt.

Der professionelle PC-Markt gewinne wieder an Fahrt, angetrieben durch PC-Replacements in den entwickelten Märkten, so Kitagawa. Durch Microsofts neues Betriebssystem Windows 7 würden Ersatzbeschaffungen in der zweiten Jahreshälfte 2010 und Anfang 2011 weiter zulegen.

HP bleibt Weltmarktführer

Die Krise scheint überwunden - der PC Markt wächst wieder ordentlich (Bild: Julian Weber, fotolia.com)

Weltweit konnte Hewlett-Packard die Marktführerschaft noch verteidigen. Die Zuwachsrate des US-Herstellers lag jedoch mit knapp 20 Prozent unter dem Marktdurchschnitt. Deutlich stärker steigerte Verfolger Acer seinen weltweiten PC-Absatz um 54,3 Prozent. Noch stärker legte Lenovo mit fast 60 Prozent zu. Dell, die weltweite Nummer drei, schaffte erstmals seit zwei Jahren wieder ein Wachstum von über 20 Prozent. Wachstums-Spitzenreiter war erneut Asus. Der zweite taiwanische Hersteller in den Top fünf verkaufte um fast 115 Prozent mehr Computer als im ersten Quartal des Vorjahres und liegt aktuell mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent weltweit gleichauf mit Toshiba.

Erholung bei Business-PCs in Sicht

In Westeuropa zeigten sich alle drei großen Märkte – Deutschland, Großbritannien und Frankreich – sehr stark. Gartner registrierte auch Anzeichen für eine Erholung der PC-Märkte in Mittel- und Osteuropa. Der Aufschwung in EMEA führen die Analysten in erster Linie auf die starke Consumer-Nachfrage nach Notebooks zurück, wobei auch Netbooks einen bedeutenden Anteil hatten.

Auch im professionellen PC-Markt zeichnet sich eine Erholung ab. Acer, seit 2009 Marktführer in EMA, behauptete die Spitzenposition mit einem Anteil von 21,3 Prozent, gefolgt von HP mit 20,1 Prozent und Dell mit 9,2 Prozent. Mit einem überdurchschnittlichen Wachstum von mehr als 132 Prozent verdrängte Asus Toshiba vom vierten Platz und verdoppelte seinen Marktanteil nahezu auf 8,1 Prozent. Aber auch die Hersteller ab Platz sechs – Sony, Lenovo, und Apple, verzeichneten laut Gartner Zuwächse über dem Marktdurchschnitt.

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