CPUs für Server und Clients:
Intel kappt die Preise von Prozessoren für Server und Desktop-Rechner
Um bis zu 40 Prozent weniger verlangt Intel für etliche Prozessoren der Reihe »Xeon«, die in Servern zum Einsatz kommen. Auch bei Quad- und Dual-Core-CPUs für Desktop-Rechner ging es mit den Preisen nach unten.
Wie jetzt bekannt wurde, hat Intel [1] am 18. Januar teilweise massive Preissenkungen bei etlichen seiner Prozessoren vorgenommen. Die Server-CPU Xeon X3370 mit 3 GHz beispielsweise kostet nun 316 statt 530 Dollar. Der Xeon X3360 (2,83 GHz), das 2,66-GHz-Modell X3350 und die Version mit 2,66 GHz (X3330) sind für 16 Prozent weniger erhältlich, sprich 266 Dollar (3360, 3350) beziehungsweise 224 Dollar (3330).
Von 530 auf 316 Dollar: der Preis desServer-Prozessors Intel Xeon 3370.
Auch bei mehreren Desktop-Prozessoren gab es vergleichbare Abschläge. Das Quad-Core-Modell Q9650 mit 3 GHz kostet jetzt 316 Dollar (vorher 530 Dollar).
Zwischen 16 und 18 Prozent weniger sind für andere Vierkern-CPUs fällig: der Q9550 (2,83 GHz) ist jetzt für 266 Dollar zu haben (-16 Prozent), der Q9400 (2,66 GHz) für 213 Dollar (-20 Prozent).
Um 18 Prozent billiger ist der Q8300 (2,5 GHz) mit 183 Dollar, während der Q8200 (2,33 GHz) jetzt bei 163 Dollar liegt.
Und auch mehrere Dual-Core-Prozessoren wurden günstiger, darunter Exemplare der Reihe Core 2 Duo, E5xxx und der Celeron E1400. Ein Beispiel: Der Preis des Core 2 Duo E7400 mit 2,8 GHz sank um 15 Prozent auf 113 Dollar.
Neue »S-Klasse« bei Quad-Core-CPUs
Parallel dazu stellte Intel drei Strom sparende Varianten von Quad-Cores für Desktop-Rechner vor. Alle drei tragen den Zusatz »s« im Namen und unterstützen die Front-Side-Bus-Version (FSB) mit 1333 MHz. Unterschiede liegen in der Taktrate und der Größe des Level-2-Caches.
Der Q9550s ist mit 2,83 GHz getaktet und hat 12 MByte L-2-Cache. Kostenpunkt in 1000er Stückzahlen: rund 369 Dollar. Mit 2,66 GHz läuft der Q9400s. Er hat einen Cache von 6 MByte und kostet 320 Dollar. Mit 4 MByte Speicher und 2,33 GHz kommt der Q8200s für 245 Dollar.
Alle drei Prozessoren verbrauchen maximal 65 Watt. Ihre Vorgänger konsumieren an die 95 Watt, sind dafür aber zwischen 80 und 100 Dollar billiger.
Mit Preissenkung gegen Krise?
In Fachkreisen wird darüber spekuliert, ob Intel mit den Preissenkungen den zuletzt lahmenden PC-Absatz wieder ankurbeln möchte.
Im vierten Quartal 2008 sank die Zahl der verkauften Systeme laut IDC [2] im Vergleich zum Q.3/2008 weltweit um 2,5 Prozent. Intel musste im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008 verglichen mit dem Jahr zuvor einen Gewinneinbruch um 90 Prozent auf 234 Millionen Dollar (im Q4/2007: 2,27 Milliarden Dollar) hinnehmen.
Bezogen auf das Gesamtjahr ging der Umsatz um 2 Prozent auf 37,59 Milliarden Dollar zurück. Der Nettogewinn sank um 24 Prozent von 6,98 Milliarden auf 5,29 Milliarden Dollar.
Andererseits sind solche Preisabschläge nichts Ungewöhnliches, speziell dann, wenn neue Prozessor-Generationen im Anmarsch sind. Und das ist bei Intel der Fall. Seit Ende des Jahres steht die Core-i7-CPU zur Verfügung. Eine Server-Version des Prozessors soll noch in diesem Halbjahr auf den Markt kommen.
Hinzu kommt, dass Konkurrent AMD [3] die zweite Generation seiner »Phenom«-Desktop-CPUs und »Opteron«-Server-Prozessoren herausgebracht hat. Mittels niedrigerer Preise kann Intel dem Rivalen das Leben schwer machen.
[1] http://www.intel.de/
[2] http://www.idc.com/
[3] http://www.amd.com/
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