Verwaltung von 5000 Servern und 1500 Datenbanken:
FSC erhält einen umfangreichen Auftrag für Managed-Services von Daimler

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de), Dr. Jakob Jung

26.09.2008

Durch den drohenden Ausstieg von Siemens hat es Fujitsu Siemens Computers (FSC) nicht leicht. Aber beispielsweise Daimler lässt sich davon nicht beeindrucken, wie ein Großauftrag für die Administration ihres European-Data-Centers zeigt.

Die Gefahr einer Zerschlagung hängt momentan wie ein Damoklesschwert über Fujitsu Siemens Computers [1] (FSC). Aber es gibt es wenigstens von Kundenseite gute Nachrichten und Vertrauensbeweise: Daimler verlässt sich beim Betrieb ihres European-Data-Center (EDC) für die nächsten drei Jahre auf Managed-Services von FSC. Damit verantwortet der IT-Infrastrukturanbieter den Regelbetrieb von weltweit rund 5000 Servern und 1500 Datenbanken von Daimler. Ziel des Auftrags ist es, die Kosten substanziell zu reduzieren. Weiter sollen transparente Strukturen über einen zentralen Service-Partner etabliert werden. Außerdem geht es darum, die Data-Center-Leistungen weiter zu entwickeln.

Ein Stern von Daimler: In der aktuellen Lage ein gutes Zeichen für FSC

Bisher hatte das EDC nur einzelne Teile des Betriebs an verschiedene externe Dienstleister übertragen. Um weitere Einsparpotenziale zu nutzen und die Qualität der Leistungen zu steigern, legt Daimler die Betreuung nun zentral in die Hände von Fujitsu Siemens Computers. Durch die Kombination von On-Site-Leistungen mit Offshoring an den Standorten Stuttgart und Bangalore (Indien) lassen sich deutliche Kostensenkungen erzielen. Prozesse werden nach dem internationalen Standard ITIL (IT-Infrastructure-Library) durchgeführt. Klar definierte Service-Level-Agreements (SLA) gewährleisten für Daimler Systemverfügbarkeit, Performance und Sicherheit.

Klarer Vertrauensbeweis

Weitere Aufgaben im Rahmen der Kooperation sind die Instandhaltung komplexer Software-Systeme. Außerdem soll die technische und prozessbezogene Dokumentation zu Service-Aufträgen in einer Wissensdatenbank verwaltet und weiterentwickelt werden. Dazu gehört auch das Erfassen und Bearbeiten von Störungsmeldungen über ein Ticket-Management-System. Ein vorbeugendes Monitoring und Reports helfen Daimler zudem, Ausfälle der IT-Infrastruktur zu vermeiden.

Richard Schlauri, Executive-Vice-President Infrastructure-Services bei Fujitsu Siemens Computers, sieht in dem Auftrag auch ein deutliches Signal: »Er stellt einen klaren Vertrauensbeweis in unsere Managed-Data-Center-Kompetenz dar.«

Mit freundlicher Genehmigung von Computer Reseller News [2]

[1] http://www.fujitsu-siemens.de/
[2] http://www.crn.de/