Mobiles Data-Center:
HP mit Rechenzentrum in der Schachtel

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

17.07.2008

Das »Performance-Optimized Data Center« (POD) ist ein komplettes Rechenzentrum in einem Container. Mit dem POD von Hewlett-Packard können Firmen ihre IT-Infrastruktur erweitern oder im Notfall ein Ausweichrechenzentrum einrichten. Auch bei Großveranstaltungen kann POD zum Zuge kommen.

Neu ist die Idee von Hewlett-Packard [1] nicht. Bereits im Oktober 2006 stellt Sun Microsystems [2] hat ein »Data Center in a Box« vor, das Sun Modular Datacenter S20 [3] (siehe unseren Bericht [4]). Es lässt sich mit 320 Rack-Units (Systemen) bestücken: 280 für IT-Systeme, 25 für Netzwerkausrüstung und 15 für Management und Überwachung.

Hier der Daten-Container von Sun, das Sun Modular Datacenter S20 ....

Auch das Performance Optimized Data Center [5] (POD) von HP ist in einem Standard-Container von 12 Metern Länge untergebracht. Es bietet Platz für 3500 Rechenknoten und 12.000 Festplatten im Format 3,5 Zoll.

Hewlett-Packard baut das POD nach den Anforderungen des Kunden zusammen – so wie das BMW, Mercedel, Audi und Co. mit ihren Autos tun. Zur Auswahl stehen diverse Server-Systeme, Storage-Geräte und Netzwerkkomponenten, auch solche von anderen Anbietern.

... und hier Hewlett-Packards Antwort, das Performance-OptimizedData Center, kurz POD.

Die Auslieferung eines POD erfolgt nach Angaben des Herstellers sechs Wochen nach Auftragseingang. Das ist denn doch etwas schneller als bei einem Auto.

Der Preis des POD richtet sich nach der Ausstattung, die der Anwender wünscht. Es dürfte sich jedoch um ein erkleckliches Sümmchen im ein- bis zweistelligen Millionen-Euro-Bereich handeln. Ab Oktober soll das Container-Rechenzentrum verfügbar sein.

Damit es im Container nicht allzu heiß hergeht, hat Hewlett-Packard beim POD Anschlüsse für eine Kühlung angebracht. Bei bis zu 3500 Rechnern und 12.000 Festplatten, mit denen sich das POD bestücken lässt, ist das auch angebracht.

Laut HP bietet das POD eine Rechenkapazität, die sonst nur bei Data-Centern von mehr als 1200 Quadratmetern zu finden ist. In "Energiemaßeinheiten übersetzt: Das POD kommt auf fast 5500 Watt pro Quadratmeter, ein normales Rechenzentrum auf etwa 450 bis 650 Watt.

Die Racks, Decken und Türen des Containers sind so ausgelegt, dass die heiße Abluft der Geräte durch die Gänge abgeführt wird.

[1] http://www.hp.com/de
[2] http://www.sun.de/
[3] http://www.sun.com/products/sunmd/s20/index.jsp
[4] rechenzentrum-auf-raedern/
[5] http://www.hp.com/go/pod

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