Portabler Speicher mit Sicherheitsfunktion:
USB-Stick mit Hardware-Verschlüsselung

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

08.07.2008

Von der schwedischen Firma Blockmaster stammt der USB-Stick »Safestick«. Die Daten darauf werden »hart« verschlüsselt. Außerdem lässt sich der Speicher in das unternehmensweite Sicherheitsrahmenwerk einbinden.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Der »Safestick« von Blockmaster [1] ist in Deutschland über die Aachener Firma Optimal System-Beratung [2] erhältlich. Derzeit stehen Modelle mit einer Speicherkapazität von 512 MByte bis 32 GByte zur Verfügung. Eine Version mit 64 GByte will Blockmaster in Kürze auf den Markt bringen.

Der Safestick hat fast dasselbe Format wieein normaler USB-Speicherstick.

Im Gegensatz zu normalen Flash-Speichern, die teilweise mit einer Verschlüsselungssoftware ausgestattet sind, ist in den Safestick ein Prozessor integriert. Er codiert die Informationen mit einem AES-Schlüssel (Advanced Encryption Standard) von 256 Bit Länge. Alle Kommunikationsvorgänge werden mit RSA 1024 verschlüsselt.

Die Software des Safestick verhindert, dass Anwender schwache Passwörter verwenden, beispielsweise nach dem Muster„1, 2, 4, 5“. Steckt der Benutzer den Stick in den USB-Port eines Rechners, öffnet sich dort ein Fenster, das ihn zum Eingeben des Schlüsselwortes auffordert.

»Selbstzerstörung« inklusive

Einen Selbstzerstörungsmechanismus, wie so manche Spielzeuge von James Bond, hat der Stick zwar nicht. Gibt ein Benutzer (oder Dieb) aber zu oft das falsche Passwort ein, sperrt Safestick den Zugriff und löscht die gespeicherten Daten. Gegen Aufpreis gibt es das Tool »Safe Console Recovery«. Mit ihm kann der Administrator verloren gegangene Passwörter wiederherstellen.

Jeder, der auf die Daten auf dem Safestick zugreifen möchte, mussein Passwort eingeben. Für die Verschlüsselung ist ein Prozessorim Stick zuständig.

Der Stick lässt sich laut Blockmaster in die IT-Sicherheitsarchitektur eines Unternehmens einbeziehen. So unterstützt er Microsofts Active Directory. Das heißt, jeder Speicher lässt sich quasi personalisieren und einem bestimmten Mitarbeiter zur Verfügung stellen. Außerdem können zentral Updates auf das Gerät überspielt werden.

Das Speichersystem unterstützt derzeit nur Windows, und zwar die Versionen 2000, XP, Vista und Windows Server. Optimal System Beratung bietet die kleine Variante mit 512 MByte für rund 38 Euro (ohne Mehrwertsteuer) an. Die 2-GByte-Version kostet an die 58 Euro, das derzeit größte Modell von 32 GByte circa 367 Euro.

Interessenten können bei Optimal eine Testversion des Safesticks anfordern.

[1] http://www.blockmaster.se/
[2] http://www.optimal.de/