HDE klagt an:
Steigende Energiepreise belasten den Handel

von Folker Lück (folker.lueck@crn.de)

17.10.2012

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die Kostensteigerungen bei der EEG-Umlage kritisch. Insgesamt sieht sich der Handel durch die steigenden Energiepreise doppelt belastet.?

Kritische Worte zur Energiewende kommen vom HDE, der Interessenvertretung des Einzelhandels: „Der Handel unterstützt die Energiewende. Die Finanzierung darf Wirtschaft und Verbraucher jedoch nicht überfordern“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Nach der jetzigen Ausgestaltung des EEG („Ökostrom-Reform“) müssten vor allem die Verbraucher die Kosten der Energiewende tragen. „Das ist ungerecht und schwächt den Konsum“, so Genth. Das treffe auch die Unternehmen des Einzelhandels mit ihren drei Millionen Mitarbeitern. Der HDE fordere deshalb, die finanziellen Lasten der Energiewende und der EEG-Umlage ausgewogen zu verteilen.
Die Reformvorschläge des Bundesumweltministers sind nach Ansicht des HDE ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings sei Eile geboten. „Bis zur Bundestagswahl müssen die Weichen gestellt sein“, so Genth weiter. Sonst drohe eine weitere Kostenexplosion bei der EEG-Umlage, die den Erfolg und die gesellschaftliche Akzeptanz für das Jahrhundertprojekt in Gefahr bringt.

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