Angst vor Zahlungsausfällen:
Für Neukunden nur Vorkasse

von Karl-Peter Lenhard (kplenhard@weka-fachmedien.de)

26.07.2012

Während bei Kunden das Vertrauen in Online-Einkäufe wächst, scheinen Online-Händler vor Neukunden Angst zu haben. Daher setzten 30 Prozent der Online-Händler beim ersten Kauf auf Vorkasse und bieten bequemere Zahlungsverfahren erst später an.

Online-Händler setzen bei Neukunden oft nur auf Vorkasse. Laut einer Studie von Ibi Research an der Universität Regensburg bieten 30 Prozent der Onlinehändler aus Angst vor Zahlungsausfällen bei Erstkontakten nur Zahlungsmethoden wie Vorkasse zur Auswahl an.

»Kosten und Sicherheit sind Online-Händlern bei der Erstauswahl von Zahlungsverfahren am wichtigsten. Die Händler stellen drei Hauptanforderungen an ein Zahlungsverfahren: starke Verbreitung, hoher Schutz vor Zahlungsausfällen und möglichst geringe Kosten. Dabei setzen große Etailer auf die Kreditkarte, die Kleinen bieten am häufigsten Vorkasse und PayPal an«, heißt es in der Studie.

Kosten und Sicherheit spielen bei der Einführung von Zahlungsverfahren in einem Shop eine große Rolle. Aber auch die Verbreitung eines Zahlungsverfahrens ist für fast 60 Prozent ein entscheidendes Kriterium. Nach dem Start eines Shops verändern rund 40 Prozent der Internethändler ihr Portfolio an Zahlungsverfahren nicht mehr. Nur bei Kundenwünschen zeigen die Etailer Anpassungsfähigkeiten. So führen über 60 Prozent neue Zahlungsverfahren ein, wenn es Kunden wünschen oder neue Bezahlverfahren auf den Markt kommen.

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