Deutschland zählt zur Etail-Spitzengruppe:
Onlinehandel wächst 2011 europaweit um 18 Prozent
Ein Umsatzplus von 19,4 Prozent in 2010, erwartete Zuwächse von 18 Prozent im laufenden Jahr – auch europaweit ist der E-Commerce die Wachstumslokomotive für den Einzelhandel. Hinter Großbritannien liegt Deutschland beim Onlinehandel in Europa klar auf dem zweiten Platz.
Deuschland ist im europäischen Onlinehandel die klare Nummer Zwei
171,9 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr europaweit im Onlinehandel umgesetzt, so das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das britische Centre for Retail Research im Auftrag des Preisvergleichers Kelkoo erstellt hat. Die Onlineumsätze sind damit in Europa gegenüber 2009 um ganze 19,4 Prozent gestiegen und liegen nun bei 5,9 Prozent der gesamten Einzelhandelsumsätze. Das Volumen des europäischen E-Commerce lag im vergangenen Jahr nicht nur deutlich über den in den USA umgesetzten 127,4 Milliarden Euro, wobei die Vereinigten Staaten mit 11,4 Prozent zudem eine deutlich geringere Wachstumsgeschwindigkeit aufwiesen.
Laut der Studie zählt Deutschland auf Europaebene klar zur E-Commerce Spitzengruppe: Mit 2010 erzielten Onlineumsätzen in Höhe von 39,2 Milliarden Euro liegt Deutschland zwar hinter Großbritannien (52,1 Milliarden Euro), aber deutlich vor den auf dem französischen Markt umgesetzten 31,2 Milliarden Euro. Die drei größten E-Commerce Märkte vereinen damit mehr als 70 Prozent des europäischen Onlinehandels-Volumens. Zudem können das Vereinigte Königreich mit 10,7 Prozent und Deutschland mit acht Prozent auch den höchsten Online-Anteil an den Einzelhandelsumsätzen vorweisen.
Auch 2011 zweistellige Zuwachsraten
Europaweit liegen die Zuwächse im Onlinehandel deutlich über dem Stationärgeschäft
Die Spitzenreiter-Position im europaweiten Etail-Ranking hat allerdings Nachteile, wenn es um das prognostizierte weitere Wachstum geht: So werden laut dem Centre for Retail Research Polen (plus 33 Prozent), Frankreich (plus 24 Prozent) und Schweden (plus 22 Prozent) im laufenden Jahr die größten Online-Umsatzzuwächse verbuchen, während Großbritannien mit 14 Prozent und Deutschland mit 15 Prozent die Wachstums-Schlusslichter bilden werden.
Generell erwarten die Autoren der Studie für 2011 europaweit eine Steigerung der Online-Umsätze um 18 Prozent auf 202,9 Milliarden Euro. Damit liege die Entwicklung des E-Commerce deutlich über dem erwarteten konventionellen Wachstum im Einzelhandel, das im laufenden Jahr im europäischen Durchschnitt 2,5 Prozent (bzw. in Deutschland 2,7 Prozent, in Großbritannien 1,4 Prozent und 2,2 Prozent in Frankreich) erreichen soll.
1.226 Euro pro Onlineshopper
Kelkoo-CEO Richard Stables: »Kein Ende des Etail-Booms«
In Deutschland soll der Etail-Markt ein Volumen von 45,1 Milliarden Euro erreichen sowie in Großbritannien 59,4 Milliarden Euro bzw. in Frankreich 38,7 Milliarden Euro. Interessant ist auch ein Blick auf die europäischen Onlineshopper: Im vergangenen Jahr gaben diese durchschnittlich 1.072 Euro im Internet aus und erwarben dabei im Mittel 25 Artikel. 2011 sollen die Ausgaben pro Onlineshopper auf 1.226 Euro steigen.
»2011 werden pro ausgegeben Euro bereits sieben Cent im Internet umgesetzt«, erklärt Kelkoo-CEO Richard Stables. »Nach unserer Beobachtung ist in nächster Zeit kein Ende der Konsumenten-Begeisterung für das Onlineshopping zu erwarten.« Gerade im derzeitigen Wirtschaftsklima sei es keine Überraschung, dass Kunden immer lieber im Internet statt im Stationärhandel einkauften, wenn man Preisunterschiede von oftmals 20 Prozent und mehr bedenke.
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