Online-Marktplatz Xsellent:
Neue B2B-Plattform für Restposten
Mit der Online-Plattform Xsellent hat Ergotrade-Chef Peter Bundgard einen Marktplatz zum Handel mit Restposten und Used IT gestartet. Das B2B-Portal soll Händler von den Verpflichtungen des Endkundengeschäfts befreien und einen hohen Verkaufskomfort bieten.
Seit einigen Wochen ist die neue Handelsplattform Xsellent online, doch steht dahinter mit Peter Bundgard ein alter Hase im Geschäft mit Restposten und Used IT. Als Gründer von Compubizz war Bundgard vor zehn Jahren angetreten, um einen internationalen IT-Marktplatz zur Vermittlung von Geschäften zwischen Asien und Europa zu schaffen. Doch verlegte sich das Unternehmen bald schwerpunktmäßig auf die Vermarktung von Restposten über das Internet. 2005 ging Compubizz in der Ergotrade AG auf, als deren Geschäftsführer Bundgard heute amtiert. Den Gedanken eines auf den B2B-Handel spezialisierten Online-Marktplatzes hat der Manager parallel dazu in der von der Münchner Idunix GmbH betriebenen Plattform Xsellent verwirklicht. Bereits 17 Anbieter – vor allem Händler, aber auch für Hersteller tätige Fulfillment Dienstleister – bieten hier Used IT, Overstock Waren und End of Life Produkte an.
»Viele Händler wollen einfach nicht an Privatkunden verkaufen, schon um die gesetzlichen Vorschriften bei den Themen Gewährleistung und Rückgabe zu vermeiden«, beschreibt Bundgard einen der Vorzüge von Xsellent. Käufer müssen sich bei der Anmeldung auf der Plattform als Gewerbetreibende qualifizieren. Und auch Anbieter werden vor der Listung erst einmal unter der Lupe genommen. »Wir wollen die Händler schon kennen«, erklärt Bundgard und verweist dabei auf seine Branchenerfahrung. Darüber hinaus fungiert Xsellent als reine Vermittlungsplattform: Die Geschäfte werden von den Anbietern selbst angewickelt und es gibt keine zentralen Payment- oder Logistik-Services. Wer auf der Plattform anbieten will, muss eine Jahresgebühr von 99 Euro sowie fünf Prozent Verkaufsprovision bezahlen. Dafür erhalten die Händler einen Online-Marktplatz auf dem aktuellen Stand der Technik. »Wir haben die Plattform komplett neu programmiert und dabei besonderen Wert auf vier Punkte gelegt«, berichtet Bundgard: »Eine saubere Anbieterverwaltung, eine gute Darstellung der Angebote im Google-Ranking, die bequeme XML-Anbindung an alle gängigen Warenwirtschaftssysteme sowie die Möglichkeit zur Mehrsprachigkeit.«
Flexible Preisgestaltung
Für Bundgard zeigt das Beispiel von Ergotrade, das selbst als Anbieter auf Xsellent vertreten ist, die Vorteile der Plattform: »Wir können hier zu höheren Preisen verkaufen als an die Ergotrade-Stammkunden.« So sei beispielsweise der IT-Leiter einer Universität, der zeitnah und möglichst günstig einen Backup-Server kaufen will, ein typischer Xsellent-Kunde. Zudem komme den Verkäufern das Feature »Make an Offer« zugute, das den Kunden individuelle Angebote ermögliche und bei dem die Anbieter bereits vorab einstellen könnten, welche Preispunkte sie mitzugehen bereit seien.
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