Quartalszahlen:
Amazon und Ebay legen zu
Sowohl Amazon wie auch Ebay konnten ihre Geschäftszahlen im zweiten Quartal 2010 deutlich verbessern. Während Amazon mit einem Umsatzplus von 41 Prozent glänzt, gelang es Ebay den höheren Gewinn einzufahren – kräftig dazu beigetragen hat die Payment-Tochter Paypal.
Amazon-Chef Jeff Bezos setzt auf den Zukunftstrend Mobile Commerce
Wie üblich kam es auch nach dem Abschluss des zweiten Quartals 2010 zu einem Geschäftszahlen-Schaulaufen zwischen den E-Commerce-Plattformen Amazon [1] und Ebay [2]. Die Nase vorne hatte dabei Amazon.com: Der weltgrößte Etailer erzielte in den Monaten April bis Juni Umsätze in Höhe von 6,57 Milliarden Dollar – ein Plus von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Einen großen Anteil daran trug das Geschäft im Bereich »Electronics & Other General Merchandise«, das um 69 Prozent auf 3,49 Milliarden Dollar kletterte. Beim Nettogewinn blieben Amazon 207 Millionen Dollar, 45 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Weiteres Wachstum erhofft sich Amazon-Chef Jeff Bezos aus durch den Boom im Bereich Mobile Commerce – und durch Apples iPad: »In den letzten zwölf Monaten haben Kunden weltweit mehr als eine Milliarde Produkte über mobile Geräte bestellt. Das führende Zugangsgerät ist dabei zurzeit das Smartphone, doch sind wir sehr gespannt auf das Potenzial der neuen Tablet-Rechner. Mittelfristig könnten Tablets ein wichtiger Treiber für zusätzliche Umsätze werden.«
Ebay hat die Krise beendet
Der Turnaround ist geschafft: Ebay-Chef John Donahoe
Auch Konkurrent Ebay kann für das zweite Quartal 2010 positive Geschäftszahlen vorweisen und belegt damit, dass das Unternehmen seine Schwächephase mittlerweile ad acta gelegt hat. Zwischen April und Juni stiegen die Umsätze des E-Commerce-Konzerns um sechs Prozent auf 2,215 Milliarden Dollar. Den stärksten Beitrag zu dem Umsatzwachstum lieferte Ebays Bezahlservice Paypal, der mit 817 Millionen Dollar 22 Prozent mehr einnahm als im Vorjahr. Aber auch das Marktplatz-Geschäft von Ebay konnte einen Umsatzzuwachs von elf Prozent auf 1,398 verbuchen. Unter dem Strich erzielte Ebay in dem Quartal einen Nettogewinn von 412 Millionen Dollar. Damit konnte sich der Internetkonzern nicht nur um 26 Prozent verbessern, sondern ist auch deutlich profitabler als Amazon.com.
»Paypal zeigt eine starke Performance und wird jedes Quartal noch stärker«, so das Fazit von Ebay-Chef John Donahoe. »Aber auch im Ebay-Kerngeschäft bleiben wir mit dem Turnaround auf Kurs. Wir hatten eine starke Performance in Europa, signifikante Veränderungen in den USA und fortgesetzte Verbesserungen für die Zufriedenheit unserer Käufer und Verkäufer. Wir wollen auch weiterhin starke Geschäftszahlen abliefern und die nötigen Investitionen tätigen, um im Wettbewerb mitzuhalten, uns durchzusetzen und unsere Kunden zufrieden zu machen.«
[1] http://www.amazon.de/
[2] http://www.ebay.de/
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