Über Gruppen für Geldwäsche anwerben:
Gruppen für Geldwäsche in Facebook
Viel Geld für wenig Arbeit versprechen Internet-Kriminelle. In Wirklichkeit spannen sie Nutzer für die Geldwäsche ein, was strafbar ist. Nun gibt es auch Facebook-Gruppen, die mit schnellem Geld locken.
Internet-Gangster haben ein Problem: Sie müssen das Geld, das sie durch kriminelle Aktivitäten gewonnen haben, zu legalem Geld machen. Dann können sie es ausgeben. Das nennt sich dann Geldwäsche und ist strafbar. Dafür spannen die Cyber-Gangster auch Internet-Nutzer ein, denen sie für wenig Arbeit hohe Einnahmen versprechen. Dabei sind sie sehr findig in den Methoden, um die Anwender anzulocken. Kaspersky Labs [1] hat nun auf Facebook Gruppen entdeckt, denen potenzielle Geldwäscher oder »Money Mules« Mitglied folgen können. Bisher hat es schon »Mailings« auf Facebook gegeben, um Geldwäscher zu werben.
Viele Mitglieder hat diese Facebook-Seite, die mit schnellem Geld für Geldwäsche lockt.
Eigentlich müssten Nutzer schon allein bei dem Angebot stutzig werden: Für gerade mal 18 Stunden pro Woche soll es einen Lohn von 6000 Dollar geben. Was nach leicht verdientem Geld aussieht, ist in Wirklichkeit kriminell. Denn tatsächlich werden die Anwender für die Geldwäsche missbraucht und machen sich dabei auch strafbar.
Die Internet-Kriminellen werden in ihren Kampagnen auch raffinierter. Sie passen Teile ihrer Angebote an die Gegebenheiten des Ortes an, von dem Anwender gerade surft. Dazu benutzen sie »GeoIP«-Javascripts. Über die IP-Adresse lässt sich nämlich auch eine räumliche Zuordnung vornehmen.
Nachdenklich macht in der Sache eine Zahl: In einer Facebook-Gruppe, um Geldwäscher zu finden, finden sich knapp 224.000 Mitglieder. Dies heißt aber noch nicht, dass diese das Angebot der Kriminellen akzeptiert haben.
[1] http://www.kaspersky.com/de/
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