E-Commerce:
Otto ist nach Amazon der weltweit umsatzstärkste Etailer
Der Etailer Amazon.com steht im weltweiten E-Commerce unangefochten an erster Stelle, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Auf den zweiten Platz schaffte es die deutsche Otto Group. IT-Produkte zählen im Onlinegeschäft zu den Top-Sellern.
Gegenbild zu Arcandor: Die Hamburger Otto Group profitiert vom Onlinegeschäft
Mit einem Umsatz von fast 13,1 Milliarden Euro hat der Etailer Amazon.com im vergangenen Jahr beim Verkauf von Waren über das Internet mehr als doppelt so viel erwirtschaftet wie die zwei nächstgrößten E-Commerce-Händler zusammen, so eine aktuelle Untersuchung von yStats.com [1]. Das Marktforschungsunternehmen hat die Umsatzahlen der bedeutendsten internationalen E-Commerce-Anbieter ermittelt und zu einer Rangliste der 30 größten Internethändler zusammengefügt.
Auf dem zweiten Platz folgt mit einem Jahresumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto. Das Unternehmen zählt nicht nur mit dem Otto Onlineshop zu den E-Commerce-Größen, sondern steckt auch hinter einer Vielzahl weiterer Etailer wie etwa myToys.de, Otto Office, Schwab und Sportscheck.
Starke Nachfrage nach IT-Produkten
Wie das Ranking von yStats.com zeigt, zählen viele Anbieter von IT-Produkten zu den weltweit umsatzstärksten Etailern. So kam der US-Bürospezialist Staples mit einem Onlineumsatz von 5,3 Milliarden Euro auf Platz drei, gefolgt von Office Depot mit 3,3 Milliarden Euro (Platz 4) und OfficeMax mit 2,1 Milliarden Euro (Platz 9). Ebenfalls sehr hohe Umsätze im Onlinegeschäft erzielen die IT-Hersteller Dell (3,3 Milliarden Euro, Platz 5), HP (2,5 Milliarden Euro, Platz 7) und Apple (2,5 Milliarden Euro, Platz 10).
Nach Ansicht von yStats.com zeigt der Vergleich der Umsätze zum vorangegangenen Geschäftsjahr, dass der E-Commerce weiterhin boomt: So konnte Amazon seinen Umsatz im Jahr 2008 um 29,2 Prozent steigern. Die Otto Group legte um 12,5 Prozent zu.
Einen beachtlichen sechsten Platz erzielte in dem Ranking übrigens Arcandor mit einem Onlineumsatz von 3,5 Milliarden Euro. Doch wie die Insolvenz des deutschen Handelskonzerns zeigt, reichen Umsätze alleine nicht aus – für den nachhaltigen Erfolg braucht es auch eine ausgereifte Unternehmensstrategie.
[1] http://www.ystats.com
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