Couch-Kartoffeln sorgen für Onlineshopping-Boom

von Dr. Matthias Hell

27.03.2009

Die Bequemlichkeit machts: Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, shoppen fast 50 Prozent der Deutschen lieber zu Hause im Internet als bei einem Einkaufsbummel. Zwar vermissen viele das klassische Einkaufserlebnis, doch besitzt das Onlineshopping auch eigene Stärken.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Onlineshopper schätzen den gemütlichen Einkauf zu Hause

Laut einer aktuellen Umfrage, die der Anbieter von Produktempfehlungen und Behavioural Merchandising Avail Intelligence [1] durchgeführt hat, shoppen 46 Prozent der Befragten lieber online. Unter den Online-Shoppern gaben 50 Prozent an, dass sie vorzugsweise im Netz einkaufen, weil dies bequemer für sie ist. Der am zweithäufigsten genannte Grund fürs Einkaufen im Netz ist die große Produktauswahl in Online-Shops, die es Konsumenten schneller ermöglicht, den gewünschten Artikel zu ergattern. Mit der Finanzkrise und damit möglicherweise verbundenen Budget-Kürzungen hat der Online-Boom dagegen weniger zu tun: Nur 26 Prozent gaben an, dass ihnen auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage ein geringeres Budget für Entertainment, Freizeit und Shopping zur Verfügung stehe.

Der in der Umfrage am häufigsten genannte Grund für den traditionellen Einkauf in Straßengeschäften ist die Möglichkeit, die Produkte sehen und anfassen zu können. Dies gaben 79 Prozent der Befragten an. Außerdem empfinden es 61 Prozent als Vorteil, den Artikel direkt mitnehmen zu können ohne auf die Bestellung warten zu müssen. Die Beratung durch Verkaufspersonal spielt nur für 22 Prozent eine Rolle.

Onlineshops punkten mit eigenen Stärken

Weiter ergab die Studie von Avail, dass Onlineshops auch spezifische Stärken besitzen: So nutzen 77 Prozent der Befragten regelmäßig die User-Reviews auf Weshopping-Seiten und schätzen diese bei der Kaufentscheidung als sehr hilfreich ein. An zweiter Stelle der meistgeschätzten technologischen Funktionen einer Website stehen die Preisvergleiche, die von 69 Prozent als positiv gewertet werden. Schließlich gaben 53 Prozent an, beim Online-Kauf persönliche Produktempfehlung zu schätzen.

„Der Trend geht ganz klar in Richtung Online-Shoppen“, kommentiert Pontus Kristiansson, CEO von Avail Intelligence, das Ergebnis der Studie. „In den nächsten Jahren erwarten wir eine noch größere Verschiebung zugunsten der digitalen Einkaufswelt. Die Technologien für Websites werden immer ausgefeilter und machen das Einkaufserlebnis lebendig. Nachteile wie Lieferzeiten und Anprobe im Geschäft können so ausgeglichen werden.“

[1] http://avail.net/de