Keine Angst vor DMS: Scannergeschäft kommt im Mainstream an

Für den Fachhandel bietet das Scannergeschäft interessante Margen und Folgegeschäft. Trotzdem scheuen viele Fachhändler die Einstiegshürden. Dabei war es noch nie so einfach, in das DMS-Business einzusteigen.

Quelle: PFU

Der Scannermarkt ist von 2010 auf 2011 um rund acht Prozent gewachsen – für das kommende Jahr wird mit einer Steigerung um die zehn Prozent gerechnet. Basierend auf Marktstudien geht Scannermarktführer PFU davon aus, dass nur rund zehn Prozent aller Firmen Dokumentenmanagement-Lösungen abteilungsübergreifend einsetzen. Das Marktpotenzial ist demnach immer noch riesig. »Die Scanner werden heute nicht mehr zum Archivieren genutzt, sondern stehen am Anfang eines Geschäftsprozesses«, sagt Klaus Schulz, Manager Product Marketing EMEA von PFU. Der Trend weg von großen Dokumentenscannern hin zu Arbeitsplatzlösungen und mobilen Scannern spornt die Nachfrage an. »Insgesamt wird mehr Flexibilität gefordert zum Beispiel für handliche und platzsparende Geräte«, erläutert Jochen Bless, Also Actebis Bereichsleiter Peripherie, Komponenten und Software. Die Geräte werden immer mehr zum Mainstream. Gefragt sind laut Marco Krämer, Marketing Manager von Scannerhersteller Plustek, zudem Netzwerklösungen und – Scanner, die von verschiedenen PCs angesteuert werden können, genauso wie Scansysteme, die ohne angeschlossenen PC auskommen. Damit rücken die Geräte immer mehr in Bereiche, in denen der Fachhandel sich gut auskennt wie Netzwerk und Infrastruktur.

Trotz des großen Potenzials, welches das Scannergeschäft inzwischen für den Channel eröffnet, steigen nur wenige Fachhändler in dieses Geschäftssegment ein. Die meisten Reseller, die sich in der Vergangenheit mit Dokumentenmanagement beschäftigt haben, waren hochgradig auf dieses Thema spezialisiert. Inzwischen ist DMS immer mehr auf dem Weg in den Mittelstand und damit in den Mainstream. Trotzdem ist es schwierig, in diesem Markt Fuß zu fassen, ohne das nötige Know-how aufzubauen. Die ein oder andere Einstiegshürde bleibt den Systemhäusern in der Anfangsphase nicht erspart. »Im Bereich DMS müssen viele Reseller zunächst in Infrastruktur, Demo Systeme, Software und vor allem Know-how sowie Ausbildung investieren«, sagt Martin Falk, Product Manager DIMS &LFP bei Canon. Die Fachhändler dürften nicht den Fehler machen zu glauben, im DMS-Geschäft wäre das schnelle Geld zu holen. »Die Sales-Zyklen in diesem Geschäftssegment vom Erstkontakt bis zur Installation eines Systems beim Kunden sind immer noch sehr lang«, so Falk.