Bitkom-Prognose: Smartphones heiß begehrt

Tablets, Phablets, Detachables, Smartphones – die Nachfrage nach mobilen Geräten ist auch 2017 ungebrochen hoch. Der deutsche Smartphone-Markt wächst nach Prognosen des Branchenverbandes Bitkom um vier Prozent auf fast 10 Milliarden Euro. Dabei sind vor allem Smartphones mit großem Display begehrt. Auch der Tablet-Markt stabilisiert sich.

(Foto: Fotolia - Maxim Kazmin)

Auch nach zehn Jahren ist die Nachfrage nach Smartphones ungebrochen hoch. Rund 54 Millionen Deutsche besitzen aktuell ein Smartphone. Das sind 78 Prozent der hiesigen Bevölkerung ab 14 Jahre. Nach Berechnungen des Branchenverbandes Bitkom sind seit der Einführung der Mobiltelefone bis jetzt insgesamt 180 Millionen Smartphones verkauft worden. Dafür gaben Verbraucher und Unternehmen insgesamt 67 Milliarden Euro aus. Laut Bitkom-Prognose sollen in diesem Jahr in Deutschland 24, 1 Millionen neue Geräte verkauft werden. Im Vergleich zu 2016, in dem 24,2 Millionen Smartphones zu Geld gemacht wurden, ist die Nachfrage nahezu unverändert.

Die Umsätze dagegen sollen um vier Prozent gestiegen, von 9,4 auf 9,8 Milliarden Euro. Den Grund dafür erklärt Achim Berg, Präsident beim Bitkom: »Smartphones werden immer leistungsfähiger und vereinen immer mehr Funktionen in sich, von der Kommunikationszentrale über den Fotoapparat bis zum elektronischen Ticket und der Geldbörse.« Auch steige die Nachfrage nach größeren Smartphones, den sogenannten Phablets. Darunter fallen Smartphones mit einem Display von 5,5 bis sieben Zoll. Die Verkaufszahlen in diesem Segment werden laut dem Branchendienst im Vergleich zu 2016 um acht Prozent auf rund fünf Millionen Stück zulegen. Dabei liegt der Durchschnittspreis dieser Geräte bei 615 Euro und deutlich über dem Preis für kleinere Smartphones mit 352 Euro.

Auch der Tablet-Market entwickelt sich nach den Prognosen des Branchenverbands stabil. Insgesamt sollen 6,6 Millionen Geräte verkauft werden. Das sollen fast ebenso viele verkaufte Tablets wie im Vorjahr (6,7 Millionen) sein. Der Umsatz werde sich dabei um 2,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern. Der Trend zu höherwertigen Geräten macht sich auch hier bemerkbar, denn im Durchschnitt wird für ein Tablet 318 Euro ausgegeben. »Der Abgesang auf die Tablets kam eindeutig zu früh. Sie haben sich in vielen Haushalten als Zusatzgerät durchgesetzt, sowohl für die Erwachsenen zum Arbeiten, als auch für die Kinder zum Spielen. Aber auch im geschäftlichen Umfeld werden Tablets immer häufiger für Aufgaben eingesetzt, die in der Vergangenheit beispielsweise mit Papier-Checklisten bearbeitet wurden,« erläutert Berg. Für die gestiegene Nachfrage von Unternehmen sorgten zudem auch Detachables, also Tablet-Computer, die fest mit einer Tastatur verbunden werden können und wie ein vollwertiges Notebook oder PC verwendet werden, führt Berg aus.