Investitionen gefordert: IT-Fachhandel muss bei 3D-Druck aufholen

3D-Druck wird immer mehr zu Alltagstechnologie. Nicht nur große Konzerne, sondern auch der Mittelstand setzt immer mehr 3D-Drucker ein, ein Riesenmarkt entsteht. Der IT-Fachhandel muss allerdings noch einiges aufholen, um daran teilzuhaben.

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Als Chris Froome am 1. Juli die erste Etappe der diesjährigen Tour de France in Angriff nahm, legte er seine Arme auf einem Zeitfahrlenker ab, der aus dem 3D-Drucker kam. Radhersteller Pinarello hatte beim »Cockpit« von Froomes Zeitfahrrad auf die neue Technik gesetzt, um die Geometrie ohne viel Aufwand genau an den Körperbau des Tour-de-France-Siegers anzupassen und gleichzeitig an Gewicht zu sparen. Der Hersteller nutzte dabei ein Pulverbett-3D-Druck-System und will die neue Technik bald auch seinen privaten Kunden zugänglich machen. Dazu wird der Körper gescannt,um das Cockpit auf die individuellen Gegebenheiten einzustellen.

Dass Teile aus dem 3D-Drucker bereits bei professionellen Radrennen eingesetzt werden, bei denen sie höchsten Belastungen ausgesetzt sind, zeigt, wie rasend schnell die Entwicklung bei der additiven Fertigung voranschreitet. Während der Druck von Lebensmitteln oder gar Organen eher noch als Zukunftstechnologie denn als ernsthafter Markt eingestuft werden kann, sind 3D-Drucker in der Automobil- und Flugzeugindustrie längst Standard. Auch Kleidungshersteller wie Adidas entdecken die Technik für sich: Das Unternehmen aus Herzogenaurach will schon im kommenden Jahr 100.000 Sportschuh-Paare mit 3D-Druckern produzieren.