Supplies-Spezialist in Not: Beta Solutions ist insolvent

Vor fünf Jahren gegründet – jetzt muss der Insolvenzverwalter prüfen, was noch zu retten ist. Der Supplies Distributor Beta Solutions in Krefeld ist insolvent. 13 Mitarbeiter sind noch beschäftigt, 2016 setzte der Grossist 36 Millionen Euro um.

Geschäftsführer Ralf Schmitz
(Foto: Beta Solutions)

Der Distributor für Druckerzubehör, Beta Solutions GmbH, legte einen fulminanten Start hin. 2012 gegründet und finanziell unterstützt durch die Saks Capital Group, erwirtschaftete der OEM-Supplies-Grossist bereits im ersten Geschäftsjahr 2013 sechs Millionen Euro. Im Jahr darauf setzte der Distributor aus Krefeld 24 Millionen um, im vergangenen Geschäftsjahr 35 Millionen Euro. 30 Mitarbeiter waren zu Jahresbeginn 2017 beschäftigt, das Unternehmen plante mit einen Umsatz von 50 Millionen Euro und unterhielt Niederlassungen in Maastrich, Bad Oldesloe und München. Doch am 19. Juli musste Geschäftsführer Ralf Schmitz den Weg zum Amtsgericht Krefeld antreten und Insolvenz beantragen (Aktenzeichen 93 IN 32/17). Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Peter Houben aus Düsseldorf, Sozietät Voigt Salus, bestellt.

Die Umstände für den tiefen Fall sind noch nicht geklärt, wie die Kanzlei des Insolvenzverwalters mitteilt. Liquide Mittel seien jedenfalls nicht vorhanden. Als sicher darf angenommen werden, dass der Margendruck im Distributionsbereich Druckerzubehör, Komponenten und Hardware dem Grossisten zu schaffen machte. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages zählte der Distributor nur noch 13 Mitarbeiter. Die Aufarbeitung der Firmenunterlagen und die Klärung der Hintergründe der Krise würden, so Insolvenzverwalter Houben, noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zudem gebe es 46 Wohneinheiten in Willich, die von der Beta Solutions im vergangenen Jahr im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens erworben worden sind.