Veranstaltungsreihe »Workstyle Innovation Summit«: Ricoh blickt nach vorne

Mit seiner Reorganisation und der Aufstellung als Lösungsanbieter für die Digitalisierung im Mittelstand will Ricoh wieder gesund wachsen. Partnern und Kunden stellte der Hersteller die neue Strategie auf dem »Workstyle Innovation Summit« vor.

(Foto: Ricoh)

In den letzten Monaten machte Ricoh nicht gerade durch Erfolgsmeldungen auf sich aufmerksam. Im November vergangenen Jahres kündigte Ricoh Deutschland eine Reorganisation an, im Januar wurde klar, welche Auswirkungen sich daraus ergaben. Der Druckerhersteller hatte eine umfassende Restrukturierung beschlossen, die eine Verschlankung der gesamten Organisation nach sich zog. Insgesamt waren davon laut Ricoh 484 Vollzeitstellen betroffen, für die sozialverträgliche Lösungen vorgesehen sein sollen. Das Unternehmen beschäftigte zu diesem Zeitpunkt rund 3.000 Mitarbeiter, davon 1.100 in Hannover. Ricoh will die Umstrukturierung bis Ende März 2018 abschließen. Ziel der Maßnahme soll es sein, dem Unternehmen »vor dem Hintergrund eines sich dynamisch verändernden Marktumfelds langfristig Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum« zu sichern.

Im Gespräch mit CRN stellt Ricoh-Deutschland-CEO Niculae Cantuniar nun klar, dass für die Reorganisation und die Stellenstreichungen nicht nur die aktuelle Marktsituation verantwortlich sei, sondern diese schon immer geplant war. »Durch unsere vielen Akquisitionen und Zusammenschlüsse in der Vergangenheit ist unsere Belegschaft stark gewachsen und drückt negativ auf unsere Kostenstruktur«, erklärt der Ricoh-Chef. Die angespannte Situation im Druckergeschäft habe den zuvor angedachten Zeitplan lediglich beschleunigt, die Restrukturierung selbst laufe nach Plan. »Natürlich sind Einzelschicksale nie einfach«, betont Cantuniar.

Ziel sei es jetzt, dass sich das Unternehmen gesund weiterentwickle, denn grundsätzlich seien die nötigen Stückzahlen dafür bereits da. Trotzdem will Ricoh natürlich seinen aktuellen Marktanteil von rund 15,9 Prozent weiter ausbauen. Dafür soll die Vertriebsstruktur erweitert werden. Hierbei setzt man in der Ricoh-Zentrale in Hannover auch auf den Channel. »In den vergangenen Monaten haben wir unseren über den Fachhandel generierten Umsatz merklich steigern können«, konstatiert Cantuniar.

Aus diesem Grund sei man im gesamten Bundesgebiet auf der Suche nach Partnern, lege dabei aber großen Wert auf Qualität und die Tatsache, ob neue Reseller auch in die bestehende Infrastruktur passten. Vor allem beim in Deutschland traditionell starken Mittelstand will Ricoh seine Präsenz ausbauen. Genau hierfür brauche man auch die Hilfe des Channels.

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