Service-Terminals am POS: Startup Kumkju bringt Kundenansprache 2.0

Das Berliner Startup Kumkju will Händlern helfen, Kunden wieder in die Ladengeschäfte zu locken. Es bietet dafür Service-Terminals an, die Sortimentspräsentation am POS und Kunden-Fachberatung vereinen.

(Foto: Kumkju)

Die Produkt- oder Kundenberatersuche ist für Verbraucher im Einzelhandel oft mit Stress verbunden. Deshalb kaufen viele lieber im Internet ein oder suchen dort Rat. Moderne Verkaufsförderung durch vernetzte digitale Präsentationssysteme, wie beispielsweise Digital Signage, sollen Kunden wieder mehr in die Geschäfte locken. Eine neue serviceorientierte Lösung für den stationären Handel hat auch das Berliner Retailtech-Startup Kumkju umgesetzt.

Die Basis des digitalen Dienstes bilden Kundenservice-Terminals. Sie sollen dem Einzelhandel und Herstellern ermöglichen, eine interaktive Sortimentseinsicht und Produktortung inklusive direkt verfügbarer Fachberatung als zusätzliche Vorort-Serviceleistung bereitzustellen. Klickt sich der Verbraucher durch das Sortiment am Terminal und braucht zusätzliche Unterstützung, kann er sich direkt über das Touch-Display mit einem Berater verbinden lassen. Der erläutert Features, Details und Nutzen der Produkte und gibt bei Bedarf sortimentsorientierte Empfehlungen zu alternativen Waren. Die Berater sind festangestellte Produktspezialisten für den jeweiligen Produktbereich und haben feste Arbeitsplätze bei Kumkju. Sie loggen sich in das System ein und können die Anrufe der Terminals entgegennehmen. Gleichfalls können sich Verbraucher am Terminal zum Beispiel durch Hersteller- und Produktdaten klicken und so einen schnellen Gesamtüberblick erhalten. Befindet sich das Service-Terminal im Ruhezustand, zeigt es individuell bereitgestellten Content wie Produktvideos und -fotos. »Der Clou bei unserem System ist, dass Konsumenten nicht mehr nach einem Produktspezialisten im Geschäft suchen müssen, sondern sich direkt per Knopfdruck mit einem Berater verbinden lassen können«, erklärt Kay Albusberger, CEO bei Kumkju.

Gemeinsam mit seinem Bruder Norman Albusberger und Daniel Wetzel hat er das Unternehmen im Mai 2016 gegründet. »Wir blicken auf mehr als zehn Jahre Erfahrung im Retail-Marketing zurück und kennen Industrie und Handel. Daher kennen wir auch unsere Kunden genau und wissen, mit welchen Herausforderungen sie zu tun haben. Im Prinzip haben wir die klassische personalgestützte Absatzförderung digitalisiert und virtuelle Verkaufsräume kreiert, um ein digitales Einkaufserlebnis und einen besseren Service für den Verbraucher zu schaffen«, erklärt Albusberger. »Egal ob Kaufhäuser, Bau-, Elektro- oder Supermärkte - alle erhalten eine vollwertige Ready-to-use-Lösung, die Hardware, Software und Hosting, Content Management, Beratungspersonal, Logistik- und Service-Level beinhaltet«, erläutert Albusberger. Für den reibungslosen Ablauf bei Bereitstellung und Installation der Service-Terminals soll ein persönlicher Kumkju-Projektleiter sorgen. Albusberger: »Wir wollen bewusst die Verantwortung für den gesamten Service übernehmen, sodass unsere Kunden nicht auf weitere Unternehmen angewiesen sind. Das ist auch bei der Wartung und Instandsetzung der Terminals besser.«

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