Supply-Geschäft in Zeiten der Digitalisierung: Mit Patronen und Tonern zu mehr Kundenbindung

Supplies sind zwar nicht sexy, aber gerade in Zeiten der Digitalisierung erweisen sie sich als unverzichtbar für profitable Geschäfte.

Einfluss auf die Branche

Brother-Vertriebsleiter Matthias Schach
(Foto: Brother)

Diese drei Beispiele aus den letzten Monaten machen deutlich: Auch wenn das papierlose Büro nicht existiert und in Zukunft auch weiter Papier in Unternehmen genutzt wird, Auswirkungen auf die Branche hat die Digitalisierung eben doch. »Momentan sind die Absätze stabil, aber wir machen uns nichts vor: Der Markt muss durch die Digitalisierung in Zukunft mit Veränderungen rechnen«, bestätigt Brother-Vertriebsleiter Matthias Schach gegenüber CRN. Dennoch sei unstrittig, dass auch in Zukunft weiter gedruckt werde. Auch Karin Abt, Supplies Business Manager bei HP Deutschland, sieht diese Entwicklung: »Es ist seit Jahren ein bekannter Trend, dass die Anzahl der Drucker in Unternehmen insgesamt zurückgeht.« Konkret liege das daran, dass Unternehmen verstärkt auf weniger, dafür aber leistungsstarke Netzwerkdrucker setzten und die Zahl der Arbeitsplatzdrucker rückläufig sei. »Gleichzeitig ist allerdings der Papierbedarf in Büros in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Damit zeigt sich, dass sich nicht die Zahl der Ausdrucke verringert, sondern die Druckerinfrastruktur«, so die HP-Managerin im Gespräch mit CRN. Birgit Houscht, Director Supplies DACH bei Lexmark Deutschland, erklärt die gleichbleibend hohen Seitenzahlen bei weniger installierten Druckern mit der Informationsflut, welche die Digitalisierung mit sich bringt: »Dank immer stärker vernetzter Technologien wie sozialer Netzwerke, mobiler und Cloud-Technologien sowie vor dem Hintergrund von Big Data und dem digitalen Wandel wird die Zahl an Dokumenten und Daten weiter exponentiell zunehmen. Dieser Anstieg an Dokumenten und Daten führt unseres Erachtens dazu, dass trotz des verringerten Wachstums im Printsegment die absolute Zahl an Ausdrucken stabil bleiben wird«, so Houscht.

Lediglich Stephen Schienbein, Vertriebsdirektor bei Kyocera, schätzt die Entwicklung für sein Unternehmen anders ein: »Wir sehen, dass es innerhalb der Unternehmen aktuell nicht zu einem Rückgang der eingesetzten Drucker und MFPs kommt, dass aber durch intelligente Lösungen und DMS-Systeme tendenziell weniger gedruckt wird.« Durch das oben genannte Wachstum im Drucker- und MFP-Absatz sieht er sein Unternehmen für die Zukunft im Supplies-Business gut aufgestellt und geht weiter von einem soliden, wenn auch abgeschwächtem Wachstum aus.