Toner-Wiederaufbereitung in der Slowakei: So macht Brother alte Tonerkartuschen zu neuen

Das papierlose Büro lässt auf sich warten, stattdessen steigen die Tonerabsätze in Deutschland. Für die Umwelt bedeutet das vor allem mehr Müll. In der Slowakei bereitet Brother alte Tonerkartuschen wieder auf, um die Umweltbelastung einzudämmen.

Für Wiederaufbereitung entworfen

Aufbereitete Behälter werden neu verpackt und für den Versand vorbereitet
(Foto: Brother)

Dass der eigentliche Refurbishing-Prozess immer weniger Kosten verursacht, liegt auch an neuen Kartuschen-Modellen des Herstellers. 2014 entwarf Brother den ersten Toner, der speziell ­designt wurde, um die Aufbe-reitung zu vereinfachen und zu beschleunigen. Inzwischen werden mehrere dieser neuen Modell-Kartuschen in Krupina ver­arbeitet.

Aktuell werden laut Mack in Krupina rund 1,2 Millionen Kartuschen pro Jahr wiederaufbereitet, die Infrastruktur könnte noch weit mehr bewältigen. Doch dafür müssten auch die Verbraucher mitziehen, denn aktuell ist die Rücksendequote ernüchternd. Der Hersteller legt jedem neu verkauften Toner ein fertiges Rücksendeetikett bei, die Verpackung ist so ausgelegt, dass sie sich zur Rücksendung des verbrauchten Toners eignet. Der Verbraucher muss lediglich den alten Toner verpacken, das Etikett anbringen und das Paket zur Post bringen — offenbar für viele ein zu großer Aufwand. Im vergangenen Jahr verkaufte Brother in Deutschland selbst rund 2,6 Millionen Kartuschen, Drittanbieter rund 750.000 zu Brother-Druckern kompatible Modelle. Von den insgesamt 3,3 Millionen verkauften Kar­tuschen kamen allerdings nur rund 450.000 nach Krupina zur Wiederaufbereitung.

Auch bei Brother stellt man sich die berechtigte Frage: Was passiert mit den restlichen 2,1 Millionen Stück? Zumal kaum Besserung in Sicht ist. Während die Rücksendequote 2012 bei 34 Prozent lag, war sie 2015 mit 35 Prozent nur unbedeutend höher. Fraglich ist auch, welche Anreize die Verbraucher benötigen, um das Recycling-Angebot besser wahrzunehmen. Viel mehr, als Verpackungsmaterial und Rücksendeetikett zur Verfügung zu stellen, scheint kaum möglich. Dennoch dürfte der Hersteller auch in Zukunft an seiner Fabrik in der Slowakei festhalten, schließlich verursacht sie keine Verluste, bessert die Klimabilanz des Unternehmens auf und kann zudem als Puffer fungieren, wenn Schwankungen in den Absatzmärkten auftreten.

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Kommentare (1) Alle Kommentare

Antwort von wasdazuCH , 23:58 Uhr

Diesen Trick haben auch schon KMU Unternehmen entdeckt. Und recyclen die Tonerkartuschen und verkaufen es zu fairem Preis weiter. Ich kaufe meisten die rebuilt Toner, die funktionieren einwandfrei und man schoht die Umwelt und auch das Portemonai. Da ich aus der Schweiz bin kann ich leider nicht aus Deutschland bestellen. Da der Schweizer Zoll mit einen Strich durch die Rechnung macht. Nach langer recherche habe ich ein Schweizer Händler wasdazuCH gefunden, der sehr faire Preise anbietet.

Also ich kann euch nur raten Rebuilt oder Refill-Tonerkartusche zu verwenden. Ich spare eine menge an Druckkosten. Wer auf Original Patronen einlässt der ist selber schuld! Tipps: Wenn der Drucker meldet, dass die Toner Patronen leer ist, einfach die Kartuschen rausnehmen und kurz hin und her schütteln. Danach wieder einsetzen und schon kann man einige Hundert Seiten weiter drucken. Sollte die Toner Kartuschen leer sein, könnt ihr die leeren Kassetten an Händler verkaufen dieser gibt auch einige Franken für die Leere Kartuschen. Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag etwas weiter helfen. Gemeinsam sind wir stark! Schütze die Umwelt. Beste Grüsse Maik