»HP Jet Fusion«: HP stellt serienreifes 3D-Drucksystem vor

HP hat ein neues 3D-Drucksystem vorgestellt, mit dem der Hersteller die Branche revolutionieren will. Die Jet Fusion-Technologie soll Druckzeiten stark verkürzen und Kosten einsparen.

(Foto: HP Inc.)

Als erster großer Player im Drucksegment hat HP auf der 3D-Druck-Messe »Rapid« ein serienreifes 3D-Drucksystem vorgestellt. Gleichzeitig haben die Amerikaner mit der neuen Serie große Ambitionen, schließlich stecken in der dem System zu Grunde liegenden »Jet Fusion«-Technik, jahrzehntelange Forschung und Expertise. Bis zu zehnmal schnellere Druckzeiten von qualitativ hochwertigen physischen Bauteilen als bei derzeitig erhältlichen 3D-Drucksystemen verspricht der Hersteller – und das zur Hälfte der Kosten. HP setzt dabei auf ein Verfahren, in dem Funktionsteile auf der Ebene einzelner »Voxel« gedruckt werden. Als Voxel definiert der Hersteller das 3D-Äquivalent des zweidimensionalen Pixels beim herkömmlichen Druck. Dadurch will das Unternehmen seinen Kunden neue Möglichkeiten zur Anpassung der Eigenschaften der Teile sowie zur kundenindividuellen Massenproduktion bieten.

»Unsere 3D-Druckplattform ist einmalig, da sie 340 Millionen Voxel pro Sekunde und nicht nur jeweils einen Punkt verarbeiten kann«, erklärt Stephen Nigro, Leiter des 3D-Druckgeschäfts von HP. Dadurch ermögliche man es den Partnern aus den Bereichen Prototypenentwicklung und Fertigung wesentlich schnellere Baugeschwindigkeiten, funktionelle Teile und hohe Wirtschaftlichkeit. Bei der Entwicklung der neuen Technik hatten sich die Amerikaner zahlreiche Partner ins Boot geholt: Neben Nike und BMW waren auch Autodesk, Proto Labs und Siemens mit von der Partie.

HP bietet mit dem neuen System zwei 3D-Drucker an: Der »HP Jet Fusion 3D 3200« soll sich besonders für die Prototypenentwicklung eignen, während der »HP Jet Fusion 3D 4200« sowohl für die Prototypentwicklung als auch für Fertigungsläufe mit kurzer Durchlaufzeit konzipiert wurde. Während das 4200er-Modell schon Ende dieses Jahres ausgeliefert werden soll, folgt die 3200er-Variante 2017 und wird zunächst in einigen ausgewählten Ländern ausgeliefert, darunter auch in der DACH-Region. Der »HP Jet Fusion 3D 3200« soll ab 120.000 Euro erhältlich sein, die gesamte End-to-End-Lösung wird laut HP 145.000 Euro kosten.

Bei beiden Druckern setzt HP auf eine offene Plattform, die der Hersteller bereits 2014 angekündigt hatte. Zusammen mit zertifizierten Partnern arbeitet man daran, Materialinnovationen und neue Anwendungen für die Jet Fusion-Lösung zu realisieren. Aktuell wird ein »3D Material App Store« eingerichtet.

Kommentare (2) Alle Kommentare

Antwort von Egbert Homeister , 23:08 Uhr

Ok, und Wo kann man den nun praktisch sehen, kaufen, testen ? Wer ist vertiebspartner ? Wer kann mal bei uns vorbeischauen und uns ein Angebot machen ? Bei 120000€ kann ich so ein Ding ja nicht per Webshop kaufen …

Bitte mal melden …

Antwort von Frank Donwald , 12:47 Uhr

120 bzw 145 Euro ?? ist das nicht ein Tipfehler?

Orginal HP Sitezitat: "The HP Jet Fusion 3D 3200 Printer starts at $130,000, and the full end-to-end solution (HP Jet Fusion 3D 3200 Printer and Processing Station) is available starting at $155,000. "