»ILA 2016« Berlin Air Show: 3D-Druck kann fliegen

Das zweimotorige Fluggerät T.H.O.R. von Airbus besteht fast ausschließlich aus gedruckten Bauteilen und hat seinen Jungfernflug bereits erfolgreich absolviert.

Keine Zukunftsmusik: Flieger aus dem 3D-Drucker
(Foto: Messe Berlin GmbH | Airbus)

Dass additive Fertigungsverfahren das Potenzial haben, ganze Wirtschaftszweige zu revolutionieren, zeigen einige Hersteller auf der Luftfahrtmesse »ILA 2016«, die vom 1. bis 4. Juni in Berlin stattfindet. Mit ihren Fertigungsmaschinen wollen die Ingenieure beweisen, dass sich Flugzeugteile und -komponenten damit durch die Kombination von bionischem Design und 3D-Druck schneller, kostengünstiger und flexibler herstellen lassen – ohne Abstriche bei der Qualität der Produkte. Ersatzteile können zukünftig On-Demand, schnell und direkt vor Ort produziert werden.

Die neuen Technologien zur Gewichtseinsparung eröffnen der Luft- und Raumfahrt zusätzlich die Möglichkeit, den Treibstoffverbrauch sowie die Emission von Schadstoffen wie Kohlendioxide und Stickoxide im Flugbetrieb deutlich zu reduzieren. Die bereits heute mit dem 3D-Druck bestehenden Möglichkeiten zeigt die Airbus Group eindrucksvoll mit ihrem Exponat T.H.O.R. (Testing High-Tech Objectives in Reality). Auf dem ILA-Freigelände ist dieses ca. 4 x 4 Meter große zweimotorige Fluggerät zu sehen, das fast ausschließlich aus gedruckten Bauteilen besteht. Erst vor wenigen Wochen hat T.H.O.R. erfolgreich den Jungfernflug absolviert.