Split im hart umkämpften Druckermarkt: Lexmark erwägt Aufspaltung

Neben einem Verkauf wird bei Lexmark jetzt auch eine Aufspaltung als mögliche strategische Option für die Zukunft des Unternehmens diskutiert.

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Bereits vergangenen Herbst hatte der 1991 von IBM ausgegründete Druckerhersteller Lexmark eine umfassende Überprüfung der strategischen Möglichkeiten für die Zukunft des Unternehmens angekündigt. Seither wurde in der ITK-Branche vor allem über einen Verkauf des an der Börse mit rund 1,6 Milliarden Euro bewerteten Druckerherstellers aus Kentucky spekuliert, der rund vier Milliarden US-Dollar Umsatz pro Jahr erzielt. Gemeinsam mit den für das Projekt engagierten Beratern von Goldman Sachs ist jetzt aber offenbar intern eine völlig neue Option ins Spiel gebracht worden. Wie Insider berichten, werden bei Lexmark seit kurzem auch Pläne für eine Aufspaltung des Unternehmens mit seinen weltweit knapp 12.000 Mitarbeitern durchgespielt. Dabei würden zwei Unternehmen entstehen, von denen eines sich rein um die Hardware, das andere um Software, Lösungen und Dienstleistungen kümmern soll. Anschließend könnte zudem eine der beiden Sparten – wahrscheinlich der Hardwarebereich – einzeln verkauft werden.

Hintergrund der Überlegung sind die sinkenden Verkaufszahlen im Druckersegment und der daraus resultierende immer härtere Konkurrenzkampf. Durch ihn werden die Margen bei der Hardware immer geringer und die Umsätze verschieben sich insbesondere im Business-Segment hin zu Dienstleistungen und MPS-Lösungen. Lexmark selbst will sich zu den weiteren Plänen bisher nicht öffentlich äußern.