Gorilla Glass 4: Weniger Displaybrüche bei Stürzen

Corning hat die vierte Generation seines stabilen Abdeckglases für Touchscreens von Smartphones und Tablets vorgestellt. Dieses Mal hat man sich vor allem dem Thema Absturzsicherheit gewidmet.

(Foto: Corning)

Hatte Corning bei Gorilla Glass 3 noch die Kratzfestigkeit erhöht und dafür gesorgt, dass Kratzer möglichst wenig sichtbar sind, so ging es dem Hersteller bei Gorilla Glas 4 vor allem darum, das Zerbrechen zu verhindern, wenn Smartphones oder Tablets auf den Boden fallen. Schließlich sei es ein verbreitetes Problem, dass Smartphones herunterfallen und brechen, wie James R. Steiner, Senior Vice President und General Manager bei Corning Specialty Materials, erklärt. Daher habe man versucht, vor allem die Widerstandsfähigkeit bei harten Kontakten zu erhöhen, die nach eigenen Untersuchungen für etwa 70 Prozent aller Schäden verantwortlich seien.

Bei Corning hat man daher Tausende zerbrochene Displays untersucht und einen neuen Sturztest entwickelt, bei dem Geräte mit dem Display nach unten aus einer Höhe von einem Meter auf eine raue Oberfläche fallen. Während Normalglas (Kalk-Natron-Glas) in fast 100 Prozent der Fälle gebrochen sei, habe Gorilla Glass 4 etwa 80 Prozent der Abstürze überlebt.

Bei Gorilla Glass 4 setzt Corning auf seine bewährte Fusion Draw-Technologie. Die neue Generation des Abdeckglases sei genauso dünn und habe dieselben optischen Eigenschaften wie die Vorgängergeneration, verspricht der Hersteller. Derzeit verschickt man bereits Produktsamples an Kunden, sodass dann im Laufe des nächsten Jahres die ersten Smartphones und Tablets mit Gorilla Glass 4 auf den Markt kommen dürften.

Erstmals wurde Gorilla Glass im Jahr 2007 bei Smartphones eingesetzt, unter anderem bei ersten iPhone. Seitdem haben laut Corning mehr als 40 Hersteller das Spezialglas in 1395 Produkte verbaut - insgesamt seien schon mehr als drei Milliarden Geräte mit Gorilla Glass verkauft worden, so der Hersteller.