Alibaba.com wächst rasant:
Chinesische Beschaffungsplattform auf Expansionskurs
Die chinesische Handelsplattform Alibaba.com vermittelt in Fernost gefertigte Waren an kleine und mittlere Händler in Amerika und Europa. Auch im zweiten Quartal 2010 setzte das Unternehmen sein rasantes Wachstum fort und macht sich daran, seine Präsenz auf den westlichen Märkten auszubauen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Der Alibaba-Firmensitz im chinesischen Hangzhou
Asien ist die Werkbank der globalisierten IT-Welt und wer kann, nutzt die Chance, direkt auf den Märkten des fernen Ostens Ware zu beziehen. An kleine und mittelständische Unternehmen, die sich globale Vertriebs- und Einkaufsnetze nicht leisten können, richtet sich seit Anfang der 2000er Jahre die chinesische Handelsplattform Alibaba.com [1]. Nach dem Ebay-Prinzip können Handelsunternehmen auf der Plattform Waren direkt von den Herstellern in Fernost beziehen.
Dass das Geschäftsmodell von Alibaba inzwischen auch in Europa und Amerika auf steigende Resonanz stößt, zeigt die aktuelle Quartalsbilanz der Unternehmens: Im zweiten Quartal 2010 konnte der Plattformbetreiber seinen Umsatz um ganze 48,6 Prozent auf umgerechnet 200,9 Millionen US-Dollar steigern. Der Gewinn stieg in dem Zeitraum um 45,7 Prozent auf 53,4 Millionen Dollar. Alibaba verfügt nach eigenen Angaben mittlerweile weltweit über 53,4 Millionen registrierte Benutzer – 10,7 Millionen mehr als im Vorjahr.
Verstärkte Expansion ins Ausland
Die rasante Geschäftsentwicklung nutzt Alibaba, um verstärkt ins Ausland zu expandieren. So übernahm das Unternehmen Ende Juni das amerikanische E-Commerce-Unternehmen Vendio, einen Dienstleister, der Händler beim Vertrieb auf Plattformen wie Amazon und Ebay unterstützt. Im Wall Street Journal kündigte Alibaba-CEO David Wie damals die Übernahme weiterer B2B-Handelsunternehmen in Amerika und Europa an.
Das nötige Kleingeld dazu hat Alibaba: Das Going Public des Unternehmens an der Börse von Hongkong Ende 2007 war der zweitgrößte Börsengang eines Internet-Unternehmens nach Google und brachte dem Unternehmen seinerzeit rund 1,5 Milliarden ein.
[1] http://www.alibaba.com/
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