Ähnliches auch bei Unternehmen möglich:
Medizin-Studenten veröffentlichen Patientendaten auf Facebook
Nicht ganz korrekt gehen einige Medizin-Studenten in den USA mit Patientendaten um: Sie veröffentlichen Details auf Facebook. Allerdings hat nicht mal die Hälfte der medizinischen Fakultäten Regeln definiert, was Studenten online stellen dürfen.
Medizinische Daten gehören zu den persönlichsten Informationen, die ein Mensch haben kann. Daher ist Datenschutz ein zentrales Element. In den USA ist es nun vorgekommen, dass Medizinstudenten Falldaten von Patienten auf Facebook veröffentlicht haben. Dies hat eine Umfrage des »The Journal of the American Medical Association [1]« (JAMA) ergeben. Daran haben 78 von 130 medizinischen Fakultäten teilgenommen. 60 Prozent der teilnehmenden Einrichtungen berichteten, dass Studenten unpassenden Content online gestellt haben. Davon ging es bei 13 Prozent um Verletzungen der ärztlichen Schweigepflicht. Auf der anderen Seite haben weniger als 40 Prozent der medizinischen Fakultäten Policies, die regeln, was Studenten online veröffentlichen dürfen. Da das Phänomen Social-Networks weiter zunehmen wird, sollten auch Unternehmen für sich Regeln definieren, was Mitarbeiter in Online und speziell auch in Social-Networks veröffentlichen dürfen.
Eigentlich sollten medizinische Studenten verschwiegen sein. In den USA gibt es aber Fälle, dass Patientendaten auf Facebook veröffentlicht wurden.
Neben der Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht äußerten sich Studenten auch noch anders negativ: Einträge waren teilweise gotteslästerlich (52 Prozent), verwendeten eine diskriminierende Sprache (48 Prozent), stellten Betrunkene (39 Prozent) oder sexuell anzügliches (38 Prozent) online. Dabei haben 45 Einrichtungen auf solche Vorfälle reagiert und disziplinarische Maßnahmen ergriffen. Davon sprachen 67 Prozent eine informelle Verwarnung aus. Bei 7 Prozent hatte dies den Verlust des Studienplatzes zur Folge. Auch dies ist eine spannende Frage, wie sich Unternehmen verhalten wollen, wenn Mitarbeiter die aufgestellten Regeln verletzen.
Lediglich 38 Prozent der Dekane gaben an, dass Regeln existieren, die das Online-Stellen von Daten regeln. Von den Einrichtungen ohne solche Policies waren lediglich 11 Prozent dabei, solche aufzustellen.
[1] http://jama.ama-assn.org/
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