Details zu Exchange 2010:
Microsofts »Exchange 2010« als Public-Beta-Version verfügbar
Microsoft hat den öffentlichen Beta-Test von Exchange 2010 gestartet. Die Server-Software, deren Endfassung in der zweiten Jahreshälfte herauskommen soll, steht für Interessenten zum Herunterladen bereit.
IT-Interessierte, die einen Blick auf Microsoft [1] Exchange 2010 werfen möchten, können die Software über diesen Link [2] bei Technet herunterladen. Dazu ist eine Windows-Live-ID erforderlich, also ein Konto bei MSN Hotmail, Messenger oder Passport.
Exchange 2010 setzt jetzt Sprachnachrichten auf Wunsch des Anwendersin Text-Messages um.
Exchange Server 2010 ist das erste von mehreren Produkten, die Microsoft um die Jahreswende herum erneuert. Ein »Technical Preview« von Microsoft Office soll im dritten Quartal folgen. In der ersten Hälfte 2010 wird dann die finale Version auf den Markt kommen. In Vorbereitung sind zudem die 2010-Versionen von Sharepoint Server, Visio und Project.
Doch zurück zur neuen Exchange-Version. Sie wird unter anderem als Software-as-Service über Microsoft-Partner oder den Hersteller selbst angeboten. Damit haben Anwender die Möglichkeit, den Betrieb eines Exchange-Servers einem Dienstleister zu überlassen – gegen Bezahlung, versteht sich.
Besserer Support für Speichersysteme
Laut Microsoft bietet Exchange Server 2010 eine verbesserte Zugangskontrolle zu E-Mails und anderen Dokumenten. Sie stützt sich auf Rollen: Mitarbeitern der Personalabteilung lässt sich beispielsweise das Recht einräumen, die Profile von Mitarbeitern auf den aktuellen Stand zu bringen oder nach Kündigung einen Kollegen aus Verzeichnissen zu löschen.
Auf die bessere Unterstützung von Storage-Systemen hat Microsoft nach eigenen Angaben besonders großen Wert gelegt. So arbeitet Exchange jetzt besser mit Direct-attached-Storage-Systemen (DAS) zusammen. Das soll die Speicherkosten um bis zu 85 Prozent senken.
Integriert wurden zudem automatische Sicherungs- und Wiederherstellungsfunktionen. So können bis zu 16 Kopien von Datensätzen angelegt werden. Bei Ausfall eines Speichermediums, etwa einer Festplatte, haben die User innerhalb von 30 Sekunden Zugriff auf eine Kopie des Datenbestandes.
Integrierte E-Mail-Archivierung
Komplett neu ist eine E-Mail-Archivierungsfunktion, mit der sich elektronische Nachrichten Compliance-gerecht ablegen lassen. Laut Microsoft archivieren derzeit ganze 28 Prozent der Unternehmen ihre E-Mails – ein klarer Verstoß gegen gesetzliche Vorgaben.
Aus für ihn nicht relevanten E-Mail-Konversationen kann sich der Usereinfach ausklinken. Das ist bei den allseits gefürchteten
Exchange ermöglicht es zudem IT-Mitarbeitern, zentral Policies auf Grundlage von Windows-Rights-Management-Services (RMS) aufzusetzen und zu verwalten. Mit RMS lässt sich festlegen, welcher Mitarbeiter bestimmte Nachrichten öffnen, drucken oder weiterleiten darf. Diese Funktion ist speziell für den Schutz von vertraulichen Informationen gedacht.
Noch ein kurzer Blick auf ein paar Features, die für End-User interessant sind: E-Mail-»Unterhaltungen« lassen sich in Threats organisieren. Der Nutzer kann sich aus für ihn nicht relevanten Threats ausblenden.
Outlook zeigt nun Sprachnachrichten auf Wunsch auch als Text an. Außerdem sollen sich Kalender einfacher mit Anwendern teilen lassen, die außerhalb des eigenen Unternehmens sitzen, etwa bei einer Partnerfirma.
Funktionen für mobile Nutzer
Einen Schwerpunkt bildet der Zugang zu Outlook via Internet und Mobiltelefon. So haben nun auch Nutzer von Mozilla Firefox und Apple Safari Zugang zu Outlook Web Access. Bislang wurde nur der Internet Explorer voll unterstützt.
Verbessert hat Microsoft bei Outlook Web Access zudem das Versenden von SMS, die Integration von Instant-Messaging und Präsenzinformationen sowie die Bedienung des Posteingangs.
[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://technet.microsoft.com/de-de/evalcenter/dd185495.aspx
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