Windows, Open-Solaris und Ubuntu als Desktops:
Virtual-Desktop-Infrastrure 3 von Sun spart ordentlich Platz ein

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

26.03.2009

Mit der Version 3 von VDI (Virtual-Desktop-Infrastructure) spart Sun beim Speicherbedarf für die Desktop-Images ordentlich Platz. Mit »VirtualBox for VDI« hat Sun einen Hypervisor für die Desktops-Virtual-Machines integriert.

Der Speicherbedarf bei einer Virtual-Desktop-Infrastructure (VDI) kann schnell wachsen, wenn jeder Nutzer mit einem individuellen Desktop arbeitet. Denn typischerweise bedeutet dies ein separates Virtual-Machine-Image (VM) pro Anwender. Mit »VDI 3 [1]« will Sun [2] hier deutlich Platz sparen. Dazu gibt es nur ein zentrales Image für alle Desktops. Nur die Änderungen der User werden separat abgelegt. Unternehmen sind beim Hypervisor nicht mehr auf Vmwares »ESX Server« angewiesen. Mit »VirtualBox for VDI« liefert der Hersteller eine eigene Lösung mit. Außerdem arbeitet VDI 3.0 besser mit größeren Vmware-Installationen zusammen und unterstützt Microsofts Active-Directory.

Nicht nur Windows, sondern auch Open-Solaris und Ubuntu stehen für Desktops in »VDI 3.0« (Virtual-Desktop-Infrastructure) zur Verfügung.

Damit VDI 3.0 mit einem zentralen Image auskommt, setzt Sun auf ihr ZFS-Datei-System in Solaris. Mit Hilfe von ZFS-Snapshots erzeugt der IT-Verwalter unmittelbar Clones, die keinen Speicherplatz verbrauchen. Lediglich bei Änderungen durch den Benutzer in seinem VM-Desktop speichert die Lösungen diese separat ab. Dafür liefert Sun die »Storage 7000 Unified Storage Systeme«-Maschinen. Sie basieren auf Open-Storage.

Als Hypervisor unterstützt Sun ihre eigene Lösung und die von Vmware. Es ist auch möglich, beide Systeme parallel in einer Installation zu betreiben. Für große Vmware-Landschaften kommt VDI 3.0 auch mit mehreren »vCenter«-Servern zurecht.

Neben Windows-XP lassen sich auch Windows-2000 und -Vista für Virtual-Desktops (VD) nutzen. Daneben unterstützt Sun auch Ubuntu und Open-Solaris. Für den Zugang zum VD ist lediglich ein RDP-Client notwendig. Dies kann auch Microsofts Remote-Desktop-Client sein. Allerdings liefert Sun auch eine eingeschränkte Lizenz für »Secure Global Desktop« mit. Hier darf sich der Anwender immer nur mit einem VD verbinden.

[1] http://www.sun.com/software/vdi/index.jsp
[2] http://www.sun.de/

Verwandte Artikel
Leserkommentare

Die Leserkommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.

» Tipp der Redaktion

Bild zu "Das sind die deutschen Top IT-Managerinnen 2010"

Das sind die deutschen Top IT-Managerinnen 2010

IT-Riesen wie Microsoft, IBM oder Dell haben längst erkannt, dass Frauen in Führungspositionen gehören. Nachdem wir Ihnen in den vergangenen Woche die weltweit mächstigesten IT-Damen vorgestellt haben, folgen jetzt die deutschen Top IT-Managerinnen 2010 - mit einigen Neuzugängen und Managerinnen die schon seit Jahren ihre »Frau« in der IT stehen.

Bild zu "50 Jahre IFA"

50 Jahre IFA

2010 feiert Berlin die 50. IFA. Seit dem Startschuss zur ersten IFA sind aber fast doppelt so viele Jahre vergangen. Die ersten »Große Deutsche Funk-Ausstellung« hatte bereits 242 Aussteller und 180.000 Besucher auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern. Seither war die IFA Schauplatz für zahlreiche Premieren und Neuvorstellungen, etwa den Startschuss für das Farbfernsehen 1967.

» Top-Stories der Woche

Bild zu "50 Jahre IFA"

50 Jahre IFA

2010 feiert Berlin die 50. IFA. Seit dem Startschuss zur ersten IFA sind aber fast doppelt so viele Jahre vergangen. Die ersten »Große Deutsche Funk-Ausstellung« hatte bereits 242 Aussteller und 180.000 Besucher auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern. Seither war die IFA Schauplatz für zahlreiche Premieren und Neuvorstellungen, etwa den Startschuss für das Farbfernsehen 1967.

Bild zu "Was der 1&1-Werbestar wirklich will"

Was der 1&1-Werbestar wirklich will

Ist er ein Schauspieler, oder ist er »echt«? Seit diesem Frühjahr wirbt Marcell D’Avis als »Leiter Kundenzufriedenheit« in TV-Spots für den Internetprovider 1&1. CRN hat D’Avis getroffen.

» Meistgelesene News

Bild zu "Das sind die deutschen Top IT-Managerinnen 2010"

Das sind die deutschen Top IT-Managerinnen 2010

IT-Riesen wie Microsoft, IBM oder Dell haben längst erkannt, dass Frauen in Führungspositionen gehören. Nachdem wir Ihnen in den vergangenen Woche die weltweit mächstigesten IT-Damen vorgestellt haben, folgen jetzt die deutschen Top IT-Managerinnen 2010 - mit einigen Neuzugängen und Managerinnen die schon seit Jahren ihre »Frau« in der IT stehen.

Bild zu "Nokia N8 mit Symbian 3"

Nokia N8 mit Symbian 3

Mit seinem neuen Touchscreen-Smartphone N8 will Nokia endlich Apples iPhone und der wachsenden Andoid-Konkurrenz wieder ernsthaft Paroli bieten. Eine besonders wichtige Rolle kommt daher dem neuen Symbian 3 zu, das die Bedienung per Touchscreen weit besser unterstützt als die Vorgängerversionen.

» Preisvergleich Top 5