Speichersysteme: Network-Attached-Storage mit iSCSI:
Qnap mit ersten NAS-Systemen mit Support für iSCSI
Der taiwanesische Hersteller Qnap hat die nach eigenen Angaben weltweit ersten NAS-Server herausgebracht, die das Protokoll iSCSI unterstützen. Das TS-119 bietet Platz für eine 2-TByte-Festplatte, das TS-219 für zwei Harddisks im Format 3,5 Zoll.
Die Netzwerkspeicher von Qnap [1] sind mit einem 1,2-GHz-Prozessor und 512 MByte Arbeitsspeicher ausgerüstet. Die Spezialität der beiden Geräte: Über ein iSCSI-Interface lassen sich bis zu acht iSCSI-Geräte anschließen. Diese lassen sich als lokale Laufwerke für Server und Client-Systeme einrichten oder für als Backup-Medien einsetzen.
Das TS-119 hat Platz für eine Festplattemit bis zu 2 TByte Kapazität.
Das TS-119 nimmt eine 2-TByte-SATA-Platte auf, das TS-219 bietet Platz für zwei Laufwerke. Das heißt, das TS-219 unterstützt auch RAID, und zwar die Level 0 und 1. Der User kann die RAID-Konfiguration auch online ändern.
Die NAS-Geräte kommen mit Windows, MacOS und Linux zurecht. Integriert sind Server für File-Transfer, E-Mail, Multimedia, iTunes, FTP, Drucken und ein Web-Server. Außerdem liefert Qnap einen MySQL-Datenbankserver mit.
Die Daten auf einem TS-119 oder TS-219 lassen sich mittels Remote-Replication auf einem Rsync-Server oder anderem NAS-System sichern. Die Files werden dabei in verschlüsselter Form über das Netz transportiert.
Drei USB- und eine eSATA-Schnittstelle
Neben der obligatorischen Gigabit-Ethernet-Schnittstelle sind drei USB-2.0-Anschlüsse und ein eSATA-Interface vorhanden. Letzeres steht allerdings nur beim kleineren TS-119 zur Verfügung. Während das TS-119 ohne Lüfter auskommt, ist beim größeren TS-219 einer vorhanden – ein Faktor, der bei Einsatz im Büro eine Rolle spielt, Stichwort Lärmbelästigung.
Den Strombedarf im laufenden Betrieb gibt Qnap beim TS-119 mit 13 Watt an, beim 219 mit 21 Watt. Im Schlafmodus verbrauchen beide Geräte jeweils 5 Watt.
Mit zwei Platten und somit RAID-Support: das TS-219.
Noch ein Blick auf die Management- und Sicherheitsfunktionen: IP-Adressen lassen sich auf Basis von Regelwerken freigeben beziehungsweise blockieren. Ein ausführliches Log-System zeichnet auf, welche Nutzer über welchen Kanal auf welche Daten zugreifen. Integriert ist ein User-Management, das auch Microsoft Active Directory unterstützt.
Beide NAS-Laufwerke werden mit der Beta Firmware 3.0 mit Ajax-Webinterface ausgeliefert. Das TS-119 kostet ohne Festplatte an die 319 Euro, das TS-219 rund 400 Euro. Für eine günstige 1-TByte-Platte muss der Nutzer nochmals circa 80 bis 90 Euro hinzurechnen. Modelle mit 2 TByte sind noch unverhältnismäßig teuer. Sie kosteten circa 280 bis 300 Euro.
[1] http://www.qnap.de/
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