Energie sparen mit Maid-Funktion:
Transtec geht mit 8-Gigabit-Fibre-Channel ins externe Raid-System

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

19.03.2009

Vier 8-Gigabit-Fibre-Channel-Anschlüsse sollen beim Zugriff auf das »Provigo 630 FC/SAS« von Transtec eine hoher Performance gewährleisten. Bis zu 112 Terabyte nimmt das externe Raid-System bei Sata-Platten auf.

Mit dem externen Raid-System »Provigo 630 FC/SAS [1]« zielt Transtec [2] vor allem auf eine hohe Performance. Dazu verfügt das System über vier FC-Hostbus-Adapter (Fibre-Channel) mit jeweils 8 Gigabit/s. Die sequentielle Leserate gibt der Hersteller mit 2800 MByte/s an. Beim Schreiben sind es 870 MByte/s. In der vollen Ausbaustufe nimmt das System bis zu 112 Platten auf. Damit gibt sich eine Gesamtkapazität von 112 Terabyte mit Sata-Disks. Bei SAS-Platten sind es 50 Terabyte. Die Leistung des »ASIC667« im »Infotrend G6 RAID«-Controllers soll dabei gegenüber seinem Vorgänger doppelt so hoch sein.

Das externe Raid-System »Provigo 630 FC/SAS« von Transtec besitzt vier Hostbus-Adapter für 8-Gigabit-Fibre-Channel.

Streaming-Applikationen (Audio/Video, AV) profitieren davon, daß beide Raid-Controller unabhängig arbeiten: So stehen Übertragungsraten von bis zu 2 Gigabyte/s zur Verfügung. Beim »A/V Optimization Mode« reagiert das System auf eine hohe Verzögerung bei einzelnen Disks oder einen aktuellen Rebuild-Prozess und versucht die Antwortzeiten zu verbessern.

Mit dem Provigo-630-FC/SAS setzt Transtec erstmals »Nearline SAS«-Platten mit einem Terabyte ein. Durch die Dual-Ported-Architektur bieten sie Redundanz. Außerdem wird SCSI voll unterstützt, sowohl Befehle als auch Fehlerbehebung. Beides zusammen soll für mehr Performance und Stabilität bei der Datenübertragung sorgen. Davon profitiert etwa die parallele Übertragung mehrerer Datenströme.

Über die »CacheSafe«-Technologie schließt das System einen Datenverlust auch bei Stromausfall aus. Mit Hilfe einer Batterie schreibt der Provigo 630 die Cache-Daten in ein Flash-Modul. Dort bleiben sie auch bei zu niedriger Energie der Batterie erhalten.

Dank Maid (Massive-Arrays-of-idle-Disks) spart das Storage-Array Energie. Dadurch soll der Strombedarf bei inaktiven Zeiten bei nur noch bis zu 35 Prozent liegen. Das Provigo 630 kennt zwei Stufen, um weniger Energie zu verbrauchen: Idle- und Spin-Down-Mode. Ersteres liefert immer noch eine Zugriffszeit von einer Sekunde. Beim zweiten Modus stoppt das System Festplatten komplett. Damit liegt der Energieverbrauch nur noch bei 20 Prozent. Allerdings beträgt die erste Zugriffszeit 45 Sekunden. Dies liegt daran, dass die Platten erst wieder anlaufen müssen. Daher eignet sich der Spin-Down-Modus eher für Datenarchive oder Backup-Zwecke. Die Effizienz der Netzteile soll bei 80 Prozent liegen.

Die Preise für das Provigo-630-Raid beginnen bei 8990 Euro. Das System ist ab April lieferbar.

[1] http://www.transtec.de/D/D/products/Storage/PV600/PROVIGO_630.html
[2] http://www.transtec.de/

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