System- und Netzwerkmanagementvv:
Appliance von Raritan verwaltet virtualisierte Vmware-Server

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

04.09.2008

Mit Version 4.0 des »Command-Center-Secure-Gateways« von Raritan können Systemadministratoren nicht nur physikalische Server und Stromversorgungen verwalten. Die neue Ausgabe der Appliance unterstützt jetzt auch Virtual Machines von Vmware.

Alles im Blick hat der Systemverwalter mit dem Command-Center-Secure-Gateway (CC-SG) von Raritan [1]. Die Appliance spürt Server, Netzwerksysteme und Geräte für die Stromversorgung im Unternehmensnetz auf. Sie alle lassen sich mithilfe einer Benutzeroberfläche managen.

Die vierte Ausgabe von CC-SG hat der Hersteller jetzt um Support für Systeme erweitert, die mithilfe der Programme von Vmware [2] virtualisiert wurden.

Von der Verwaltungskonsole aus kann der Administrator alle IT-Geräte sehen, sie in frei wählbaren Gruppen organisieren und auf sie »remote« zugreifen, etwa mithilfe von RDP, SSH oder VNC. CC-SG unterstützt auch den Fernzugriff über herstellerspezifische Protokolle wie HP iLO/iLO2, IBM RSA oder Dell DRAC. Das Raritan-Gateway ist über eine einzige IP-Adresse zugänglich; das vermeidet zeitaufwändige Mehrfach-Logins.

Migration zwischen VMs macht Management komplexer

Mit dem Support für Vmware-Umgebungen rückt in CC-SG rückt Raritan einem Problem auf den Leib, das virtualisierte Umgebungen mich sich bringen: Die Möglichkeit, Anwendungen zwischen virtuellen Maschinen zu migrieren, führt zu einer höheren Verwaltungskomplexität – von Fragen über den am besten geeigneten Zugriff auf die Server über Sicherheitsfragen bis hin zur Autorisierung.

So benötigen virtuelle Server unter Umständen mehrere Managementtools, beispielsweise Out-of-Band-Werkzeuge für den Zugriff auf den physischen Server mit dem Hypervisor-Host, sowie In-Band- und Virtualisierungs-Tools für den Hypervisor und seine virtuellen Maschinen.

»Die Koexistenz von virtuellen und physischen Servern erhöht zunächst die Komplexität im IT-Management«, sagt Henry Hsu, Raritans Director of Enterprise Products. »Werkzeuge wie Vmware ‚Virtual Center‘ erlauben beispielsweise einen einheitlichen Zugriff auf alle Vmware-relevanten Aufgaben. Aber das ist nur eine Teilansicht des Rechenzentrums.«

Mit dem Command Center von Raritan lassen sich jetzt auch Virtual Machines von Vmware zentral verwalten.

Statt die Anzahl der Tools zu verdoppeln oder verdreifachen, hat Raritan das CC-SG weiterentwickelt, um die Arbeit des IT-Managers zu vereinfachen. »Für uns ist die virtuelle Maschine nur ein weiteres Element in der IT-Infrastruktur, das sich mit unserer Appliance verwalten lässt«, so Hsu.

Stromversorgung steuern

Die neue Ausgabe de CC-SG-Management-Software hilft zudem bei der Energieverwaltung. Mit der Unterstützung für intelligente »Power Distribution Units« (PDUs) wie Raritans Dominion PX kann direkt über eine IP-Adresse auf die Stromversorgung zugegriffen werden. Eine weitere Management-Ebene, wie bei anderen Lösungen, ist dabei laut Raritan nicht erforderlich.

Das CC-SG identifiziert automatisch die Anzahl der verfügbaren Stecker und erfasst Firmware-Version und Seriennummer der PDUs. Von der CC-SG-Benutzeroberfläche aus ist das Aus-, Einschalten oder Zurücksetzen der Stromversorgung möglich.

Weitere Informationen, wie die Echtzeit-Erfassung des Stromverbrauchs der einzelnen am PDU angeschlossenen Geräte, lassen erkennen, welche Server nur wenig oder gar nicht ausgelastet sind und sich daher besonders für die Virtualisierung eignen und beim Stromsparen helfen können.

Überblick über virtuelle Maschinen behalten

CC-SG bietet drei Ansichten auf virtualisierte Umgebungen. Die Benutzer können erkennen, welche virtuelle Maschine auf welchem Hypervisor und welchem physischen Server betrieben wird.

Sämtliche In-Band-, Out-of-Band und Stromversorgungsverbindungen sind mit einem Klick von der Netzwerkansicht aus verfügbar. Zudem stellt das Gateway weitere Informationen bereit, etwa über Netzwerkverbindungen, Arbeitsspeicher und Betriebssystem.

Preis und Verfügbarkeit

CC-SG 4.0 ist ab sofort verfügbar und kostet in der Version V1 ab circa 5000 Euro, die Version CC-SG E1 ab rund 8800 Euro (netto). CC-SG V1 unterstützt je nach Modell wahlweise 128 oder 256 Netzwerkknoten, CC-SG E1 erfasst 256 oder 512 Knoten.

Weitere Informationen wie White Paper, technische Daten und Demo-Videos hat Raritan auf folgender Web-Seite veröffentlicht: www.raritan.com/virtualization [3].

[1] http://www.raritan.de/
[2] http://www.vmware.de/
[3] http://www.raritan.com/virtualization

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