Für Software-Appliances:
Lablog Online: Ubuntu als virtueller Zwerg

von Andreas Stolzenberger (ast@nwc.de), Werner Veith

22.08.2008

Mit der »JeOS« (»Just enough Operating System«) bringt Ubuntu eine spezielle Version für den Einsatz in Software-Appliances. Network Computing hat einen ersten Blick darauf geworfen.

Software-Appliances kommen immer mehr in Mode. Viele Hersteller offerieren ihre Lösung als fertig konfigurierte virtuelle Maschine mit System und Applikation. Für diese Zwecke stellt Canonical eine ganz besonders kleine Variante der beliebten Linux-Distribution Ubuntu bereit. Der Ubuntu-Server »JeOS« [1] ist »just enough Operating -System« für eine solche Software-Appliances. Die freie Distribution belegt auf der von der Ubuntu-Site herunterladbaren CD gerade mal 110 MByte.

Unter Vmware lässt sich Jeos in 3 Minuten einrichten und belegt dann etwa 450 MByte auf der virtuellen Platte. Das System besteht dabei nur aus den wichtigsten Tools, dem Kern und der grundlegenden Netzwerkunterstützung. Weitere Dienste sind weder aktiviert noch installiert. Dank der abgespekten Minimalkonfiguration startet eine Jeos-VM (Virtual-Machine) in etwa 10 Sekunden.

Über Tools wie »aptitude« oder »Tasksel« kann der Verwalter mit wenigen Kommandos das System mit zusätzlichen Komponenten oder vorgefertigten Paketgruppen ausrüsten.

Network Computing wird Jeos-Maschinen für viele kommende Softwaretests einsetzen. Dank der Template- und Clone-Funktionen unter Vmwares »ESX« und »Workstation«, lassen sich neue Maschinen binnen weniger Minuten klonen und für Test-Setups anpassen.

[1] http://www.ubuntu.com/products/whatisubuntu/serveredition/jeos

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