Management von Domainnamen wichtig:
Netnames über Gefahren im Umgang mit Domains

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

27.06.2008

Viele Unternehmen wüssten nicht, welche Gefahren ihren internationalen Domains drohen, warnt NetNames. Zu den Bedrohungen zählt das Unternehmen Cyber-, Typosquatting oder Domainnamen-Front-Running.

In ihrem Report »Mapping the Mal Web [1]« untersucht McAfee [2] den Missbrauch von Websites für kriminelle Zwecke. Die gefährlichste Top-Level-Domain (TLD) war dabei Hongkong mit 19,2 Prozent aller beanstandeten Web-Sites. Ein Element, dass dies fördere sei eine freie Registrierung von Domains, so der Report.


Der »Platinum Manager« ist das
Interface zu dem »Platinum Service«
von NetNames, um das Domain-
Portfolio zu verwalten.

Dies hat Netnames [3] zum Anlass genommen, zu Sorgfalt im Umgang mit Domains aufzurufen. »Jahr für Jahr registrieren wir einen Zuwachs von krimineller Aktivitäten« in diesem Bereich, so Bernd Beiser, Geschäftsführer von Netnames. Das Unternehmen ist Dienstleister für Domainnamenmanagement.

Folgende Fragen sollten sich Unternehmen etwa daher stellen: Welche Domainnamen hat die Firma wann, wo und von wem registiert? Haben die Verantwortlichen an sämtliche sinnvollen Namensvarianten für Marken, Unternehmen und Produkte gedacht? Befinden sich neue Produkte oder Marken in Entwicklung? Als einen Kernpunkt sieht Netnames, dass Firmen eine zentrale Verantwortung für das Thema etablieren.

Netnames warnt im speziellen vor Cyber-, Typosquatting oder Domainnamen-Front-Running. Bei Cybersquatting registrieren Firmen oder auch einzelne Personen Domainnamen, die die Rechte eines Dritten an seiner Marke verletzen. Die Domain kann dann zu einem überhöhten Preis an den Inhaber verkauft werden. Weiter die Kriminellen stellen unseriöse Angebote auf die Webseiten oder vertreiben darüber gefälschten Waren der Marke, mit der Domain zusammenhängt.

Für das Domainsquatting wählen diejenigen meist einen Namen in dem die Marke vorkommt oder ein Suffix wie ».info« oder ».eu«. Letzteres geht, wenn sich der rechtmäßige Markeninhaber diese nicht gesichert hat. Beim Typosquatting spekulieren die Täter auf die Tippfehler der Internetanwender. Diese werden dann auf eine andere Website umgeleitet.

Beim Domain-Front-Running sucht ein Registrar mit Hilfe von Insiderwissen nach passenden Domainnamen, um diese für sich zu registrieren. Anschließend verkauft er sie oder nutzt sie für Einnahmen über Anzeigen. Um solche freien Namen zu finden, verwendet der Registrar etwa WHOIS-Abfragen. Mit der Abfrage erfährt ein Anwender, ob ein Domainname bereits existiert.

[1] http://www.mcafee.com/us/local_content/misc/mapping_the_mal_web_2008.pdf
[2] http://www.mcafee.com/de/default.asp
[3] http://www.netnames.com/

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