Network-Attached Storage:
NAS-File-Server von Transtec jetzt auch für Linux

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

05.05.2008

Transtec bietet seine NAS-File-Server (Network-Attached Storage) ab sofort mit dem Betriebssystem Linux an. Grundlage ist die Software Open-E DSS (Data Storage Server).

»Die File-Server ermöglichen einen besonders schnellen Datenzugriff«, erklärt Marco Poggioli, Produktmanager für Storage bei Transtec [1]. »Insbesondere für das Linux-Netzwerkprotokoll NFS werden Bestwerte erreicht.«

Die Linux-NAS-Systeme von Transtec im Einsatz

Alle Linux-NAS-Systeme [2] sind mit den Quad-Core–Xeon-5400 Prozessoren von Intel [3]mit 45 Nanometer Strukturbreite ausgestattet. Charakteristisch für die NAS-Geräte ist laut Transtec der flexible Datenzugriff über NAS-File-Dienste sowie auf Blockebene über die SAN-Protokolle (Storage Area Network) Fibre Channel und iSCSI.

Während sich Fibre Channel dank der Übertragungsraten von bis zu 8 GBit/s durch eine hohe Leistung auszeichnet, ist der Betrieb mit iSCSI kostengünstiger.

iSCSI eignet sich besonders für IT-Umgebungen, die über größere Distanzen miteinander verbunden werden sollen. Dabei werden alle gängigen Datenbankanwendungen im SAN unterstützt, darunter Microsoft SQL Server, Mail-Dienste oder ERP-Systeme.

Backup und Hochverfügbarkeit

Weitere Einsatzgebiete sind laut Transtec die Bereiche Hochverfügbarkeit, Disaster-Recovery und Backup. So ist der Zugriff über eine synchrone Datenspiegelung oder iSCSI-Failover (Geocluster) auch während Wartungsarbeiten und bei Ausfällen möglich.

Die NAS-Server unterstützen sowohl iSCSI als auchFibre-Channel (FC).

Für zusätzliche Sicherheit sorgen die Snapshot-Funktion sowie die zeitversetzte Replikation der Daten an andere Standorte über LANs oder WANs (Wide Area Networks). Die NDMP-Unterstützung (Network Data Management Protocol) ermöglicht außerdem die Sicherung großer Datenbestände.

Wichtig für das Archivieren von Daten: Das NAS-System unterstützt auch nichtflüchtige optische Speicher, sprich WORM-Laufwerke (Write Once Read Many).

Mischbetrieb möglich

Schnellere SAS-Platten (Serial Attached SCSI) und preisgünstigere, größere SATA-Modelle (Serial Advanced Technology Attachment) lassen sich gleichzeitig einsetzen. Die Speichersysteme haben eine maximale Kapazität von 72 Terabyte.

Verwalten kann der Administrator die Server von jedem Standort aus, entweder über eine Web-Oberfläche (GUI), per Konsolenzugriff und über Scheduler, eine Kalenderfunktion zum Koordinieren von Aufgaben. Zudem lassen sich die Server in die zentrale Systemüberwachung eines Rechenzentrums einbinden.

Acht Modelle auf Lager

Transtec bietet insgesamt acht Varianten des NAS-File-Servers an. Der Listenpreis für das Einstiegsmodell Transtec 940L liegt bei 990 Euro (ohne Mehrwertsteuer).

Der Transtec 2350L [4] ist ab 4290 Euro netto erhältlich. Dieses System hat in der Grundausstattung 12 Festplatten, im Vollausbau 72 SAS- oder SATA-Laufwerke. Für die Rechenarbeit ist ein Xeon 5405 von Intel zuständig, unterstützt von 2 GByte RAM und einem PCI-Express-RAID-Controller von LSI. Das System stellt File-Dienste für Linux/Unix, Windows, Mac OS und Secure FTP/HTTP bereit.

[1] http://www.transtec.de/
[2] http://www.transtec.de/D/D/products/Storage/unified_storage/Linux_NAS.html
[3] http://www.intel.de/
[4] http://www.transtec.de/D/D/products/Storage/unified_storage/Linux_NAS.html?mod=prod&name=NAS2350L-A

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