Speichersysteme: iSCSI /RAID:
Infortrend mit RAID-Subsystem für IP-Speichernetze

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

23.04.2008

Über vier Gigabit-Ethernet-Ports auf jedem Controller verfügt ein externes iSCSI-to-SAS/SATA-RAID-System von Infortrend. Damit können Firmen ein Storage-Area-Network (SAN) auf Grundlage des Internet-Protokolls aufbauen.

Das Subsystem Eonstor S16E-G1130/R1130 [1] von Infortrend [2] ermöglicht es, in einem Gehäuse gleichzeitig SATA- und SAS-Festplatten (Serial-Attached SCSI) zu verwenden. Das System ist mit einem oder zwei Controllern erhältlich. Als Übertragungsprotokoll kommt iSCSI zum Einsatz.

Das Eonstor S16-E hat Platz für 16 Festplatten.

Der Unterschied zwischen den Modellen G1130 und R1130: Das R1130 ist mit zwei Controllern ausgerüstet, das G1130 hat nur einen. Außerdem hat das R1130 zwei SAS-Erweiterungs-Ports. Die G-Version verfügt über eine Schnittstelle.

Im Gehäuse mit drei Höheneinheiten haben 16 Festplatteneinschübe Platz. Mit SATA-II-Festplatten à jeweils 1 TByte ergibt das eine Gesamtspeicherkapazität von 16 TByte. Bis zu fünf Systeme lassen sich miteinander koppeln. Dies ergibt dann bis zu 80 TByte.

Host-Kanäle lassen sich zusammenfassen

Um dem Durchsatz zu erhöhen, können mehrere Host-Kanäle zusammengefasst werden. Bei Kombination von zwei Kanälen in einer RAID-5-Konfiguration werden 215 MByte/s beim Lesen und 201 MByte/s beim Schreiben erzielt. Mit vier Kanälen sind 380 MByte/s (Lesen) beziehungsweise 250 MByte/s möglich.

Das Eonstor S16E-G1130/R1130 ist für folgende RAID-Level ausgelegt: 0, 1, 3, 5, 6 und 10, außerdem 30, 50 und 60. Außerdem unterstützt es JBODs (Just a Bunch of Disks).

iSCSI-RAID-Systeme wie das Eonstor S16-E G1130/R1130 lassen sich anstelle kostspieliger Fibre-Channel-SANs einsetzen.

Infortrend liefert das System zusammen mit der »Eonpath«-Software aus. Sie ermöglicht das Load-Balancing und das Nutzen mehrerer Datenpfade. Wie der Name bereits andeutet, lassen sich mit »Snapshot« Backups erstellen. Dieser Prozess wird von der RAID-Hardware abgewickelt, belastet also nicht die CPU des Hosts.

Für das Konfigurieren und Managen von RAID-Arrays ist »SANWatch« zuständig. Zusätzlich ist das Programm mit Schnittstellen zu Eonpath und Snapshot ausgestattet. Wer will, kann somit die Funktionen dieser beiden Softwarepakete ebenfalls über SANWatch nutzen.

[1] http://www.infortrend.com/Germany/main/2_product/es_s16e-r(g)1130.asp
[2] http://www.infortrend.com/Germany/

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