Virtualisierungssoftware:
Sun übernimmt schwäbischen Software-Hersteller Innotek

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

13.02.2008

Das »fressen oder gefressen werden« im Virtualisierungsmarkt geht weiter. Sun Microsystems kündigte an, den Software-Hersteller Innotek zu übernehmen.

Sun [1] will den Kauf bis zum dritten Quartal des Geschäftsjahres 2008 abschließen. Wichtigstes Produkt von Innotek [2] ist die Virtualisierungssoftware »Virtual Box [3]«. Sie läuft auf Servern und Desktop-Rechnern mit x86-Prozessoren.

Die Firma aus Weinstadt hat Virtual Box als Open-Source-Programm freigegeben. Die Software unterstützt eine Vielzahl von Betriebssystemen: Windows (Windows 3.1 bis Vista), Linux (2.2, 2.4 und 2.6), Solaris, OS/2, Netware und DOS.

Mit Virtual Box lassen sich auf Virtual Machines von Windows Vista erzeugen.

Nach Angaben von Innotek wurde Virtual Box seit Januar vergangenen Jahres mehr als vier Millionen Mal heruntergeladen. Einsatzgebiet ist die Konsolidierung von Servern und Desktops mithilfe von Virtual Machines. Die Software kann auch in Embedded-Systemen verwendet werden.

Sun will mit Innoteks Produkt seine xVM-Plattform [4] ausbauen. Das Unternehmen stellte diese im November 2007 vor. Wie viel Sun für Innotek auf den Tisch legt, teilten beide Firmen nicht mit.

Ein Kurztest von Virtual Box 1.3.2, der im vergangenen Jahr auf Network Computing Online erschien, ist hier zu finden [5].

[1] http://www.sun.com/
[2] http://www.innotek.de/
[3] http://www.virtualbox.org/
[4] http://www.sun.com/software/products/xvm/index.jsp
[5] mit-virtual-box-desktops-virtualisieren/

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