Noch nicht kommerziell verfügbar:
HSPA mit 84 MBit/s bremst LTE-Ausbau
Erstmal gelingt es Ericsson bei dem Mobilfunkstandard HSPA Daten mit 84 MBit/s zu übertragen. Damit könnte HSPA den Ausbau des kommenden Standards LTE zusätzlich verzögern.
Eigentlich sich ist es klar: Der kommende Mobilfunk-Standard heißt LTE (Long-Term-Evolution). Doch dieser bekommt von seinem Vorgänger HSPA (High-Speed-Packet-Access) deutlich Gegenwind. Ericsson ist es gelungen bei HSPA Evolution Datenraten mit 84 MBit/s zu erreichen. Zum Vergleich: Bei einem ersten LTE-Netz von Teliasonera in Stockholm und Oslo stehen den Anwendern Downloadraten zwischen 20 und 80 MBit/s zur Verfügung (Network Computing berichtete). Im Standard sind Datenraten von 100 MBit/s vorgesehen. Ericsson hat nach eigenen Angaben 160 MBit/s erreicht. Damit ist es im Moment für die Mobilfunk-Carrier nicht sehr attraktiv auf LTE zu wechseln. Denn ihre bestehenden HSPA-Netze lassen sich deutlich günstiger ausbauen.
Aktuell gerät LTE etwas in Bedrängnis, weil HSPA bei den Datenraten deutlich aufholt.
Derzeit plant der Mobilfunkbetreiber 3, den Ausbau seines Netzes mit HSPA Evolution von Ericsson. Das Netz soll es in ganz Dänemark und in vier großen Städten in Schweden kommen. Die erste Phase des Ausbaus startet im ersten Quartal 2010. Kommerziell verfügbar soll die Technologie im ersten Halbjahr von 2011 sein. Bei HSPA mit 42 MBit/s ist dies bereits der Fall.
Möglich wird die hohe Bandbreite bei HSPA durch Mimo (Multiple-Input, Multiple-Output). Über 2 x 2 Mimo verdoppelt sich die Bandbreite über zwei räumlich parallele Datenströme. Weitere Techniken hier sind Higher-Order-Modulation und Multi-Carrier-Technologie. Letzteres überträgt mehrere Datenströme parallel auf unterschiedlichen Frequenzen.
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