Sensible Unternehmsdaten können in falsche Hände geraten:
Alarmstufe Rot: Riesengroße Sicherheitslücke beim iPhone

von Dr. Joachim Gartz (joachim.gartz@crn.de)

01.06.2010

Das iPhone hat ein riesengroßes Sicherheitsproblem. Das iPhone kann sehr einfach beim Booten überlistet werden. Mit einem verbundenen Windows-PC lässt sich ein komplettes Backup des Geräts inklusiver geheimer Passwörter im Klartext erstellen.

Das iPhone lässt sich beim Booten überlisten und gibt dann alle gesperrten Inhalte preis

Das Sicherheitsloch beim iPhone ist so groß, dass man hier wohl eher schon von einem Abgrund sprechen kann. Der Hintergrund: Heise Security gelang es, das iPhone beim Booten zu überlisten und auf diese Weise ein komplettes Backup inklusive geheimer Passwörter im Klartext zu erstellen. Der Zugriff gelingt nicht auf allen iPhone-Modellen. Warum es bei einigen Modellen klappt und bei anderen nicht, ist derzeit noch unklar.

Der US-Website readwriteweb.com zufolge sei es mit einem Linux Ubuntu 10.04 ebenfalls möglich, an die eigentlich gesperrten Inhalte des iPhones heranzukommen. Der Trick sei ganz einfach. Zuerst das abgeschaltete iPhone mit dem Rechner verbinden und dann das iPhone anschalten und schon sei der Weg zu den gesperrten Inhalten ganz weit offen. Apple hat sich zu den Sicherheitsproblemen bisher nicht geäußert. Insbesondere für Unternehmen bei denen das iPhone im geschäftlichen Einsatz ist, ist die Sicherheitslücke besonders heikel. Sollte ein iPhone in falsche Hände geraten, ist zu befürchten, dass aufgrund der gravierenden Sicherheitsmängel beim iPhone sensible Unternehmensdaten offen zugänglich werden.

Weitere Infos und Erkenntnisse zum aktuellen iPhone-Sicherheitsloch gibt es auf dem US-IT-Security-Blog von Bernd Marienfeld [1]:

[1] http://marienfeldt.wordpress.com/2010/03/22/iphone-business-security-framework/

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